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Die Löriker machten anhand der Pläne auch konkrete Verbesserungsvorschläge

Düsseldorf Lörick: 420 Flüchtlinge werden bis Ende 2016 an der Oberlöriker Straße einziehen

Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch war auf ihrer Runde durch die Stadtbezirke am Montag (25.4.) in Lörick. Denn auch hier soll eine neue Flüchtlingsunterkunft entstehen und die Nachbarschaft ist alles andere als begeistert. 420 Personen, darunter 20 unbegleitete Minderjährige werden an der Oberlöricker Straße ab Ende 2016 in zweigeschossigen Bauten untergebracht.

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In den blauen Gebäuden werden auf jeder Etage 40 Menschen wohnen. Das rote Gebäude ist für 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vorgesehen, im gelben ist die Verwaltung

Die Ansprache von Miriam Koch ist bei allen Bürgerforen von den Basisinformationen geprägt: Der Strom der Flüchtlinge nimmt nicht ab; wöchentlich kommen immer noch 130 Personen in Düsseldorf an; alte Unterkünfte fallen im Sommer weg, daher werden neue dringend benötigt; es gibt keine Möglichkeit die Zahl der Bewohner zu reduzieren; es wird kein Brennpunkt entstehen; es erfolgt eine gemischte Unterbringung von Familien und Alleinreisenden.

"Alles Muslime - die schleichende Islaminsierung zieht in Lörick ein"

Die Bewohner von Lörick fühlen sich wohl in ihrem Stadtteil mit dörflichem Charakter und sie haben Angst vor einem Ghetto, dass direkt vor ihrer Nase entstehen soll. Werden die Kinder noch unbeschwert draußen spielen können, der Besuch im Freibad möglich sein – oder traut sich vor lauter Angst niemand mehr auf die Straße? Eine Dame berichtet von Selbstverteidigungskursen, die nun viele aus der Nachbarschaft besuchen, zur Vorbereitung auf die neue Situation. Schließlich haben die Löricker Erfahrung. In den 90-er Jahren gab es an der gleichen Stelle schon einmal eine Flüchtlingsunterkunft und da erzählt man sich heute noch die Geschichten von mindestens zwei Morden und GSG9-Einsätzen in den Vorgärten.

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Mit Sorgen blicken viele Löricker auf die neuen Nachbarn

Düsseldorf hat ein gutes Konzept für die Flüchtlinge

Es fällt Miriam Koch schwer zu vermitteln, dass das Betreuungskonzept sich im Vergleich zu den früheren Zeiten erheblich geändert hat und die anderen Unterkünfte in der Stadt sehr gut funktionieren. Es bleibt bei den Lörickern das Gefühl, die „Last der Flüchtlinge“ allein zu tragen, wo die Nachbarstadtteile unbehelligt davon kommen. Wie auf dem Basar wird versucht um die Anzahl der Bewohner zu feilschen – schließlich sei doch eine Beteiligung der Bürger vorgesehen und da müssten doch beide Seiten Zugeständnisse machen. Doch die Flüchtlingsbeauftragte macht klar, dass die Anzahl der Plätze nicht verhandelbar sei. Die ursprüngliche Planung sah 560 Bewohner vor, nach der genaueren Planung habe die Verwaltung bereits reduziert.

Betreuung und Ehrenamt

Aber es sind auch diesmal Bürger zur Information gekommen, die konkret helfen wollen. Cordula Gnoß-Manhillen vom Sozialdienst Katholische Frauen und Männer (SKFM) wird mit ihren Kollegen die Betreuung der Unterkunft übernehmen und auch den ehrenamtlichen Einsatz organisieren. Bereits jetzt ist ein Netzwerk von 80 Menschen aktiv und weitere Helfer werden gesucht. Kontaktaufnahme ist unter Telefon 0211-4696245 oder per Mail möglich  .

Nächster Termin 7. Juni

Am 7. Juni, um 18 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben) wird es in Lörick ein weiteres Bürgerforum geben. Bis dahin werden einige der Anregungen der Bürger geprüft sein und genauere Aussagen über die Wohnanlage und geplante Optimierungen sind möglich. Miriam Koch steht zu ihrem Wort, die Bürger zu informieren und bis zum Einzug der Flüchtlinge wird sie noch öfter nach Lörick kommen.

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