Politik Stadtteile

D_Maghreb_Trommel_20180512

Trommelten beim Maifest auf dem Lessingplatz für das Image des Stadtteils: Percussionisten von Krass.

Düsseldorf feiert einen ganzen Tag ein Maifest im Maghreb-Viertel

Glücklich ist, wer die Uhr vergisst: Bei einer ganz besonderen Stimmung haben mehrere hundert Düsseldorfer am Samstag (12.5.) am Lessingplatz das Maghreb Maifest gefeiert. Auf der Bühne machten Nachwuchskünstler aus den Bereichen Musik und Comedy mehr als fünf Stunden lang Programm. Kinder freuten sich über Henna-Tattoos, die Hüpfburg und Popcorn und selbst die Polizisten des Viertels saßen auf einem Geländer, als seien sie eine Jugendgang.

D_Maghreb_Seifenblasel_20180512

Popcorn, die Seifenblasen-Maschine und die Hüpfburg - kamen gut an.

Khalifa Zariouh, der das Maifest zusammen der Bezirksvertretung organisiert hat, hatte noch intensiver als zur Premiere im vergangenen Jahr die Familien angesprochen. So wurde bei Krass e.V. getrommelt, gemalt, gesprochen. Der Bürgerverein Oberbilk röstete Maiskörner zu Popcorn und hatte eine selbst gebaute Seifenblasenmaschine mitgebracht, die vor allem von den jüngsten Gäste solange und so intensiv bestaunt wurde, bis ein Familienmitglied sie hochhob und die Seifenblasen direkt nach dem Entstehen auf ihrer Nase zerplatzten.

D_Maghreb_Rayan_20180512

Sänger Ryan Finnich rappte auf der Bühne, auf der fünf Stunden lang junge Talente auftraten.

In heiterer Gelassenheit präsentierte sich ein Stadtteil, der noch vor zwei Jahren von der Düsseldorfer Polizei zu einem Kriminalitätsschwerpunkt erklärt worden war. Mit einer Großrazzia hatten die Ordnungskräfte die Oberbilker Straßen, die Cafés und Shisha-Bars nach unerwünschten Personen durchkämmt. Mittlerweile hat Polizeipräsident Norbert Wessler das Maghreb-Viertel von der Liste der Kriminalitätsschwerpunkte genommen.

D_Maghreb_henna_20180512

Diese jungen Damen hatten sich die begehrten Henna-Tattoos zeichnen lassen

Längst ist noch nicht alles in Ordnung. „Hier wird ganz offen auf den Straßen gedealt“, klagt ein Wirt marokkanischer Herkunft. Vorbeifahrende Streifenwagen würden von den Personen ganz einfach ignoriert. Doch wer sich bei Maifest am Samstag einen Hühnchen-Spieß schmecken ließ und der Musik lauschte, merkte von all dem nicht.

D_Maghreb_BV_20180512

Bezirksvertretung 3 unterwegs und mit Plänen für das Maifest im kommenden Jahr: (v.l.) Katja Goldberg-Hammon (SPD), Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund (SPD), Dietmar Wolf (Grüne) und Dr. Thorsten Graeßner (Grüne).

Dietmar Wolf von den Grünen und Vize-Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk drei sagte: „Ein tolles Fest, das noch viel Potential für die kommenden Jahre hat.“ Wolf will sich dafür einsetzen, dass im kommenden die Bezirksvertretung mit einem eigenen Stand am Lessingplatz vertreten ist. „Es soll ein weiteres Gesprächsangebot an die Menschen sein, die hier leben und arbeiten.“

Zurück zur Rubrik Stadtteile

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Stadtteile

D_OBDialog_Garath_1_09072019

Im Rahmen den Projektes Garath 2.0 sind viele Defizite gemeinsam mit den Bürgern identifiziert worden und mit Fördermitteln werden nun fast 30 Millionen Euro investiert, um das Leben im Stadtteil besser zu machen. Daher sind viele Aktivitäten angestoßen, doch im Bürgerdialog am Dienstagabend (9.7.) musste der Oberbürgermeister viele Punkte notieren, bei denen „dringender Handlungsbedarf“ besteht.

D_Jugend_Luft_05072019

Die Jugendfreizeiteinrichtung an der Lüderitzstraße ist in die Jahre gekommen und wird nun durch einen Neubau ersetzt, der gegenüber an der Theodor-Litt-Straße entsteht. Am Freitag (5.7.) war Grundsteinlegung für das Projekt, das im Frühjahr 2020 fertig sein soll.

D_Kalkum_Auler_18062019

Seit dem Verkauf von Schloss Kalkum an den Investor Peter Thunnissen rumort es in der Kalkumer Bevölkerung. Denn neben der Sanierung des Schlosses mit der Herrichtung zu einer Akademie für Musik und Kultur, gibt es Pläne des Investors auf großen Flächen rund um den Schlosspark Wohnbebauung zu errichten. Das macht die Kalkumer misstrauisch, denn sie befürchten den Verlust des dörflichen Charakters und wie bei Baumaßnahmen in anderen Stadtteilen fehlt es an einem aussagekräftigen Verkehrskonzept. Um Peter Thunnissen die Möglichkeit zu geben, sich den Fragen der Nachbarschaft zu stellen, hatte die CDU am Dienstagabend (18.6.) zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Rund 150 Teilnehmer warteten gespannt auf die Antworten des Investors.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D