Politik Stadtteile

D_Asylbewerber_Gerresheim_20150110

Diskutierten mit rund 200 Gerresheimern: (vl.) Redakteur Michael Brockerhoff, Andreas Theisen (Leiter der Asylbewerberunterkunft Heyestraße) und der Chef des Amtes für Integration, Roland Buschhausen.

Elf neue Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge | Kommentar: Gruppenräume vergessen

Düsseldorf braucht 3900 weitere Wohnplätze für Flüchtlinge. Bis zu 3300 Unterkünfte sollen – über die ganze Stadt verteilt – in Wohncontainern entstehen. Das hat die Stadt am Donnerstag den Bezirksvertretungen mitgeteilt.
Informiert werden die Stadtteilpolitiker darüber, dass elf Standorte auf einer Liste in erster Priorität identifiziert wurden

Stadtbezirk 1: Meineckestraße
Stadtbezirk 3: Moskauer Straße
Stadtbezirk 4: Oberlöricker Straße
Stadtbezirk 5: Zur Lindung, Grünewaldstraße und Leuchtenberger Kirchweg (2 Standorte)
Stadtbezirk 7: Am Bongard/Bergische Landstraße, Blanckertzstraße/Bergische Landstraße und Karlsbader Straße
Stadtbezirk 9: Schimmelpfennigstraße
Es sei geplant, an jedem Standort je nach Größe 200 bis 300 Menschen unterzubringen. Die Grundstücke sind aus Sicht der Verwaltung technisch für die Aufstellung von Wohnmodulen geeignet. Um endgültig über die Aufstellung zu entscheiden, müssen aber noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Diese elf Standorte werden nicht ausreichen, um alle Flüchtlinge unterzubringen. Weitere Orte müssten geprüft werden. Die Stadt sagt eine zeitnahe Unterrichtung der Bezirksvertretungen und der Öffentlichkeit zu.
Oberbürgermeister Thomas Geisel hat einen Runden Tisch Asyl initiiert, der das Ziel hat, alle Beteiligten zusammenzubringen und Lösungen zu aktuellen Problemfragen wie der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen zu erarbeiten. Unter Federführung von Sozialdezernent Burkhard Hintzsche arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Kirche, Sport, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsinitiativen und der Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Wohnungsunternehmen gemeinsam an diesem Ziel. Weitere Informationen zum Runden Tisch Asyl gibt es unter: www.duesseldorf.de/soziales/runder_tisch_asyl/index.shtml

Komentar

Gruppenräume vergessen

Die Stadt plant die Unterbringung der Asylbewerber in Wohncontainern. Das ist sicherlich ein Weg, kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Verteilung der Wohnanlagen über das Stadtgebiet soll zur besseren Integration beitragen.
Luxus dürfen die Bewohner der Anlagen sicherlich nicht erwarten. Die in Benrath geplanten Räume sind circa 13 qm² groß und bieten Platz für Etagenbetten, ein oder zwei Schränke, einen Tisch, Stühle und einen Kühlschrank. Die Bauten sind eingeschossig. Eine Spielfläche für die Kinder ist auf dem Außengelände vorgesehen. Zwar wird es auch Räumlichkeiten für den Pförtner und ein Büro geben, aber dann hört die Planung auch auf.
Sicherlich wäre es wünschenswert, für jeden Standort auch einen Raum vorzusehen, in dem einfach nur Tische und Stühle stehen. Dort könnten dann beispielsweise ehrenamtliche Helfer Treffen mit den Bewohnern abhalten, Deutschkurse stattfinden, den Kindern eine Hausaufgabenhilfe oder andere Angebote ermöglicht werden. In Benrath sind zwar diverse Autostellplätze vorgesehen, aber an eine Versammlungsmöglichkeit hat noch niemand gedacht.
Schade – es wäre ein sinnvoller Beitrag zur Integration und würde die Arbeit der Ehrenamtler sehr unterstützen. Ute Neubauer

Zurück zur Rubrik Stadtteile

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Stadtteile

D_GutNiederheid_Thomy+Timmi_20200726

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Sonntag (26.7.) versichert, dass Christina Tschorn ihr Angebot eines Therapeutischen Reitens auf dem Gutshof Niederheid in Düsseldorf Holthausen aufrechterhalten kann. Seit zehn Jahren arbeitet Pächterin Tschorn ohne zu wissen, was die Zukunft bringt. Auch die jüngste städtische Ausschreibung endete ergebnislos. „Wir sind mit keinem der beiden ernsthaften Interessenten zusammengekommen“, sagte Geisel. Neuer Plan: Die Stadt als Eigentümer will ihre in weiten Teilen baufällige Gutanlage selbst sanieren und kümmert sich zuvor um ein Nutzungskonzept. Angedacht sind ein Kindergarten und die Einrichtung von Ateliers, sofern der Denkmalschutz mitspielt. Diese Pläne sollen dem Rat der Stadt düsseldorf vorgestellt werden. Christina Tschorn bedankte sich: „Ich habe einen schönen Sonntag.“

D_CMP_Platz_29052020

Die Initiative „Platzgrün“ von Pro Düsseldorf hat sich zum Ziel gesetzt gemeinsam mit der Nachbarschaft verwahrloste Plätze zu begrünen und zu belebten Treffpunkten zu machen. Gelungen ist dies auf dem Carl-Mosterts-Platz in Düsseldorf Pempelfort. Gepflegte Beete prägen das Bild und Bänke laden zum Verweilen ein. Das wurde gemeinsam am Freitag (29.5.), dem Tag der Nachbarschaft, gefeiert.

D_Wersten_Video_26052020

Da Bürgerinformationen mit vielen Beteiligten durch die Corona-Auflagen noch nicht möglich sind, wird am Dienstag, den 9. Juni um 17 Uhr, in einer Videokonferenz über den geplanten Neubau der Feuer- und Rettungswache 7 und eines Zentralen Betriebshofes des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes an der Werstener Friedhofstraße informiert. Interessierte können sich per Mail anmelden und erhalten anschließend einen Zugangscode.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG