Politik Stadtteile

D_Asylbewerber_Gerresheim_20150110

Diskutierten mit rund 200 Gerresheimern: (vl.) Redakteur Michael Brockerhoff, Andreas Theisen (Leiter der Asylbewerberunterkunft Heyestraße) und der Chef des Amtes für Integration, Roland Buschhausen.

Neue Nachbarn: Gerresheim als Vorbild im Umgang mit Flüchtlingen

Im Stiftssaal der Basilika St. Margareta wurde am Dienstagabend (20.1.) eines deutlich: Willkommenskultur in Düsseldorf lebt. Als Gemeinschaftsproduktion der Bürgerstiftung Gerricus, der katholischen Gemeinde St. Margareta und der evangelischen Kirche Gerresheim kamen fast 200 Bürger, um sich über die aktuelle Situation und die Planungen für die Asylbewerber in ihrem Stadtteil zu informieren.

Roland Buschhausen, Chef des Amtes für Soziale Sicherung und Integration, berichtete detailliert über die Arbeit seines Amtes. Dabei kam auch die Sprache auf die geplante Erstaufnahmestelle des Landes in der bergischen Kaserne. Er konnte die Bedenken der Gerresheimer über die Aufnahme von bis zu 600 Menschen dort zerstreuen. Während eines etwa 14-tägigen Aufenthaltes werden in der Erstaufnahmestation die Unterlagen und der Gesundheitszustand der Menschen geprüft. Die dort lebenden Kinder gehen noch nicht zur Schule. Erst in den Städten, die die Asylbewerber im Anschluss aufnehmen, beginnt der Alltag.

So leben die neuen Nachbarn

Andreas Theisen, Leiter der Asylbewerberunterkunft an der Heyestrasse mit derzeit 140 Bewohnern, stand dem Publikum ebenso für Fragen zur Verfügung wie Daniela Bröhl und Sabine Hahnstein von der Diakonie. Moderiert von Redakteur Michael Brockerhoff wurde ein Eindruck vom Leben der neuen Nachbarn vermittelt.
Doch die Veranstalter gingen noch einen Schritt weiter und sind damit sicherlich ein Vorbild für andere Stadtteile. Gemeinsam haben sie ein Modell entwickelt, bei dem alle mitmachen können und sollen. Schon jetzt leistet die Caritas-Diakonie-Sprechstunde einmal in der Woche wichtige Arbeit für Hilfsbedürftige. Zahlreiche Ehrenamtler sammeln Spenden und kümmern sich um die Menschen. Doch mit der steigenden Zahl der Asylbewerber steigt auch der Bedarf an Hilfe. Bereits für den 24. Februar 2015, um 19:30 Uhr, ist ein Runder Tisch im Gemeindesaal von St. Margareta für alle die geplant, die sich neu einbringen möchten. Das Ehrenamt soll gestärkt werden und die Veranstalter gehen den richtigen Weg. Ohne Koordination kann diese Aufgabe nicht erfolgreich gemeistert werden. Bei der positiven Erfahrung werden sicherlich auch weitere Asylbewerber in Gerresheim ein zu Hause finden und willkommen sein.
Weitere Informationen: www.st-margareta.de , www.buergerstiftung-gerricus.de oder www.ekir.de/gerresheim .
Auch CDU und FDP möchten das Thema Asylbewerber diskutieren. Mittwoch, 21. Januar, trafen sich die CDU-Vertreter Thomas Jarzombek und die Ratsherren Olaf Lehne und Dr. Alexander Fils mit interessierten Bürgen um 20 Uhr im Bürgerhaus Hubbelrath, Dorfstrasse 20 - den report-D-Bricht lesen sie hier.
Die FDP lädt am 28. Januar um 19 Uhr ins Sportheim des SSV Knittkuhl, Am Püttkamp 9, ein. Mit Gästen aus der Verwaltung und Diakonie wird dann auch über die Pläne für die Bergische Kaserne gesprochen werden.

D_Asylbewerber_Saal_Gerresheim_20150120

Gut besucht: der Stiftssaal von St. Margareta.

Zurück zur Rubrik Stadtteile

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Stadtteile

D_OBDialog_Holthausen1_20062017

Es war der 19. OB-Dialog zu dem Oberbürgermeister Thomas Geisel am Dienstag (20.6.) in die Räume der Koreanischen Gemeinde in Holthausen eingeladen hatte. Der Stadtteil Holthausen ist geprägt durch Henkel und, wie der OB betonte, das industrielle Herz des Düsseldorfer Südens.

D_Flur_Huepfburg_10062017

Zum 39. Mal organisierte die Bürgerinitiative Flingern das Internationale Straßenfest. Bereits in den frühen Morgenstunden bauten am Samstag die ersten Trödelstände auf und lockten den ganzen Tag über viele Besucher nach Flingern. Auf Bühne und an vielen Aktionsständen wurde ein buntes Programm für die ganze Familie geboten. Den Start machten die Kinder beim Radschlägerwettbewerb.

D_CR_Podium_09062017

Das Interesse der Nachbarschaft war deutlich größer als die Firma CR Investment Management und die Stadt Düsseldorf gedacht hatten: Über 200 Interessierte besuchten am Freitag (9.6.) der Bürgerworkshop, bei dem die Ideen zur Zukunft des Geländes der Fashion Häuser vorgestellt wurden. Trotz der für Berufstätige ungünstigen Startzeit von 13 Uhr reichten die Stühle im Versammlungsraum des Fashion-Hauses 2 nicht aus. Bis 17 Uhr wurde teils heftig über die Pläne diskutiert.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D