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An der Provinzialgeschäftstelle auf der Lorettostraße haben diese Kindern den Aufkleber der Notinsel schon entdeckt

Notinseln für Kinder jetzt auch in Düsseldorf Unterbilk

In Unterbilk im Bereich der Lorettostraße gibt es die ersten acht Schaufenster, in denen am Samstag (14.10.) das Logo der Kindernotinseln angebracht wurde. Denn auf Initiative von Doris Greinert und den Bilker Heimatfreunden gibt es nun auch in diesem Stadtteil Anlaufstellen für Kinder. Die Inhaber von Geschäften signalisieren mit dem Logo, dass Kinder, die Hilfe brauchen, sich jederzeit an sie wenden können.

Signal für Kinder: Hier gibt es Hilfe

84 Notinseln gibt es bereits in Düsseldorf und immer mehr Stadtteile organisieren die Anlaufstellen für Kinder in Not. „Notinsel“ ist eine Initiative der Stiftung Hänsel + Gretel, die in ganz Deutschland mit Partnern zusammenarbeitet, um Kindern, die sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort zu bieten. Egal ob ein Kind den Weg nicht findet, bedroht wird oder dringend die Mutter veständigen möchte. Auf dem Weg zu Schule, in der Freizeit, auf dem Spielplatz oder auch in einer unbekannteren Umgebung signalisieren die Notinsel-Aufkleber den Kindern "Wo wir sind, bist Du sicher". Die Aktion wurde ins Leben gerufen da Gewalt und Übergriffe an Kindern ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft sind. Dabei verpflichten sich die Anlaufstellen, die Kinder und ihre Sorgen ernst zu nehmen und ihnen zu helfen.

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Mit Flyern, Ballons und Aktionen bekommen die Kinder die Information über die Notinseln

Die IHK ist Partner der Stiftung Hänsel + Gretel in Düsseldorf und Ansprechpartner für die Organisatoren in den Quartieren. Doris Greinert von der Provinzial Geschäftsstelle auf der Lorettostraße hat im Gespräch mit ihrem Provinzial-Kollegen aus Wersten von den Notinseln für Kinder gehört. Bei den Bilker Heimatfreunden fand sie ein offenes Ohr, als sie die Idee auch in ihrem Stadtteil umsetzen wollte. Denn ihre Nachbarschaft von dem Projekt zu überzeugen, war für die engagierte Geschäftsfrau nicht schwer. Doch über Martina Biermann von den Heimatfreunden fand sie Unterstützung im Kontakt zu den Kindergärten und Schulen im Viertel. Für die Kinder soll neben den Informationszetteln und Luftballons eine Rallye organisiert werden, damit auch die Hemmungen genommen werden, sich im Notfall wirklich zu trauen, Hilfe in den Notinseln zu suchen.

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Die interessierten Geschäfte erhalten den Aufkleber, der sie als Notinsel ausweist erst, wenn sie eine Verpflichtungserklärung unterschrieben haben und vor Ort die Voraussetzungen geprüft wurden.Die Kriterien für Notinseln sind: Geschäftsräume im Erdgeschoss und von der Straße aus sichtbar (keine Geschäfte in Hinterhöfen), eine während der Öffnungszeiten unverschlossene Tür, regelmäßige Öffnungszeiten und kein anonymer Geschäftsraum, damit ein Hilfe suchendes Kind direkt einen Ansprechpartner findet. Für die Betreiber einer Notinsel gibt es Informationen und eine Checkliste, die Verhaltensregeln enthält.

In Düsseldorf haben die Stadtteile Gerresheim, Wersten, Holthausen, Garath und Hellerhof Notinseln für Kinder. In Unterbilk macht die Lorettostraße den Anfang. Ein weiterer Ausbau ist vorgesehen.

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