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Felipe Galvez-Braatz (ART Giants Düsseldorf)

ART Giants-Schützling Felipe Galvez-Braatz (rechts) erhielt für seinen Auftritt ein Sonderlob von Trainer Jönke.

97:76 gegen Recklinghausen: ART Giants Düsseldorf gelingt die Wiedergutmachung

Nach der ersten Saison-Niederlage in Ibbenbüren standen die Schützlinge des Regionalliga-Spitzenreiters ART Giants Düsseldorf im Heimspiel gegen Citybasket Recklinghausen unter Druck. Nach anfänglichen Schwierigkeiten siegten die Giganten mit 97:76.

Schwache Defensivleistung: Jönke tobt an der Seitenlinie

Düsseldorf startete schwungvoll ins Spiel, Flügelspieler Lenny Weichsel suchte in den Anfangsminuten mit viel Energie den Weg zum Korb und brachte die Hausherren in Führung (6:5). Früh musste sich ART Giants-Trainer Jonas Jönke über das defensive Verhalten seines Teams ärgern – zu unaufmerksam agierte seine Mannschaft in der Rückwärtsbewegung. Nach sieben Minuten gingen die mit nur acht Spielern angereisten Gäste erstmals in Führung (15:18). Jönke war gezwungen die erste Auszeit zu nehmen und machte seinem Ärger ordentlich Luft. „Wir haben als Team keine Verteidigung aufs Feld gebracht. Das hat mir natürlich überhaupt nicht geschmeckt“, so Düsseldorfs Headcoach. Der Tabellenführer fand schlichtweg kein Mittel gegen das schnelle Offensivspiel der Recklinghäuser und lag zum Ende des ersten Viertels verdient zurück (19:23).

Mindaugas Reminas (ART Giants Düsseldorf)

Nach einem schwachen Startviertel kamen die Düsseldorfer um Kapitän Mindaugas Reminas (links) besser ins Spiel.

Die rund 250 Zuschauer in der Comenius-Halle spürten, dass ihr Team im Aufstiegsrennen jede Unterstützung braucht. Mit den heimischen Fans im Rücken fanden die ART Giants dann ins Spiel – Jamal Smith ließ es mit einem sehenswerten Dunking ordentlich krachen. Kurz darauf holte der US-Amerikaner mit niederländischem Pass durch einen Dreier die Düsseldorfer Führung zurück (29:27). Das Jönke-Team zeigte plötzlich ein anderes - das gewohnt abgeklärte - Gesicht und setzte sich bis zur Halbzeitpause auf zehn Punkte ab (45:35).

Düsseldorf dreht auf – Smith hebt ab

Nach dem Seitenwechsel spielten sich die Gastgeber in der gegnerischen Zone fest und bauten die Führung aus (55:41). Für die Basketball-Fans vor Ort bot die Begegnung im dritten Abschnitt teils magere Kost, mittlerweile war die Partie geprägt von vielen Fouls und vergebenen Chancen auf beiden Seiten. Doch die Giganten arbeiteten weiter konzentriert daran ihren Vorsprung zu erhöhen – vor dem Schlussviertel zeigte die Anzeigetafel eine komfortable 73:54-Führung für die ART Giants. Jönke gewährte seinem 18-jährigen Spielmacher-Backup Felipe Galvez-Braatz ein Sonderlob: „Er spielt auch in entscheidenden Phasen und zeigt dabei eine gute Leistung auf dem Parkett. Felipe hat einen super Job gemacht.“

Jamal Smith (ART Giants Düsseldorf)

Düsseldorfs Jamal Smith sorgte mit seinen Dunkings im Schlussviertel für große Highlights.

Die sehenswerten Höhepunkte hatte sich der Tabellenführer offensichtlich für das letzte Viertel aufgehoben: Während Jonathan Mesghna die Halle mit seinen sanften Distanzwürfen jubeln ließ, hatte Smith seine Bodenhaftung endgültig verloren – mehrfach machte der 26-Jährige den Flieger durch die gegnerische Zone und stopfte den Ball mit viel Energie durch die Reuse (97:76).

ART Giants: Messband-Ritual für den Aufstieg

Nach dem wichtigen Heimerfolg griff Jönke zur Schere und schritt zum obligatorischen Schnitt des am Verbandskasten befestigten Messbands: Um das große Ziel, dem die Giganten von Woche zu Woche näher kommen, besser vor Augen zu führen, schneidet der Düsseldorfer Headcoach nach jedem Sieg einen weiteren Zentimeter des Maßbands ab. Nach dem Erfolg über Recklinghausen zeigt das Band noch fünf Zentimeter – gleichbedeutend für fünf Siege, die den ART Giants zum sicheren Aufstieg in die ProB noch fehlen.

Am kommenden Samstag (16. Februar, 19 Uhr) treffen die ART Giants auswärts auf den Aufsteiger SVD 49 Dortmund.

Punkte ART Giants: Smith (16), Cooper (15), Mesghna (5), Galvez-Braatz (14), Broer (5), Weichsel (9), Krvavac, Reminas (2), Zvinklys (13), Agyapong (4), Kehr (4) und Giddens (10)

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