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Dainius Zvinklys (ART Giants Düsseldorf)

Niederlage in Herten: Beim Tabellenzweiten mussten sich die Giganten um Dainius Zvinkls (mitte) knapp geschlagen geben.

Regionalliga: ART Giants Düsseldorf verlieren spektakulären Basketball-Krimi in Herten (94:89)

Lange wähnten sich die ART Giants auf der sicheren Seite, doch kurz vor Schluss erwischte es den Regionalliga-Spitzenreiter bei den Hertener Löwen eiskalt. Wenige Minuten vor Ende der Partie gaben die Giganten das Spiel aus der Hand und unterlagen beim Tabellenzweiten mit 94:89. Damit müssen die Düsseldorfer ihre Aufstiegsfeier um eine Woche verschieben.

„Wir haben das Spiel über drei Viertel lang kontrolliert, im letzten Abschnitt war unser Angriffsspiel dann viel zu statisch. Dass Hertens Jettulahi in den Schlussminuten nochmal so heiß gelaufen ist, hat uns dann extrem wehgetan“, resümierte ART Giants-Trainer Jonas Jönke nach der Niederlage.

ART Giants setzen frühes Ausrufezeichen

Schon vor Spielbeginn blickte man bei den Gästen in fokussierte Gesichter – voll konzentriert wollten die Giganten in das alles entscheidende Spiel gehen. Mit Erfolg: Düsseldorf startete schwungvoll und erspielte sich rasch eine 8:2-Führung. Mit einer nahezu perfekten Ausbeute konnte das Jönke-Team die Partie früh an sich reißen – auch weil sie das defensive Pressing der Löwen konsequent überspielten (9:13). Nur der ehemalige Düsseldorfer Dijon Smith (27 Punkte) machte den ART Giants das Leben schwer. Mehrfach tankte sich der US-Amerikaner aus Herten unter dem Korb durch und hielt sein Team so im Spiel (16:18). In einer engen Partie wurde die Stimmung auf dem Parkett zunehmend hitziger, per Buzzerbeater sorgte Jonathan Mesghna nach dem ersten Viertel für eine knappe Führung (26:33).

Mindaugas Reminas (ART Giants Düsseldorf)

Vor großer Kulisse lieferten sich die Giganten um Kapitän Mindaugas Reminas (mitte) und Herten einen großen Kampf.

Angefeuert von rund 70 mitgereisten Fans aus Düsseldorf gewannen die Giganten an Selbstvertrauen. Selbst lautstarke Pfiffe von den Rängen der heimischen Fans konnten das Jönke-Team nicht beirren (30:42). Die ART Giants profitierten dabei von den groben Ballverlusten des Gegners, die sich dadurch teils selbst aus dem Spiel nahmen. Mit der nötigen Geduld im Angriffsspiel fand Düsseldorf unter Druck doch zum Korberfolg – zur Halbzeit lagen die Gäste mit 14 Punkten in Führung (42:56).

Scharfschütze Mesghna lässt Giganten jubeln

Herten erwischte den besseren Start in den zweiten Durchgang: Durch teils fragwürdige Pfiffe der Schiedsrichter konnten die Hausherren verkürzen (52:58). Die Halle im Ruhrgebiet entwickelte sich nach dem Seitenwechsel immer mehr zu einem Hexenkessel – davon unbeeindruckt sorgte Dainius Zvinklys unter dem Korb für wichtige Punkte und ließ jegliche Hoffnung der Löwen-Fans vorerst verstummen (54:65). Eiskalt im Abschluss aus der Ferne hielten Mesghna und Jamal Smith die Löwen zum Ende des dritten Viertels weiter auf Abstand (64:76).

Jamal Smith (ART Giants Düsseldorf)

Düsseldorfs Jamal Smith ließ kurz vor Schluss seinen Frust raus und kassierte ein technisches Foul.

Irre Endphase: Herten schnappt sich den Sieg

Im Schlussviertel gaben die rund 600 Fans auf den Rängen und die Akteure auf dem Parkett Vollgas. Allen voran Löwen-Schützling Faton Jetullahi (25 Punkte), der das Hertener Offensivspiel komplett an sich zog und irre Würfe durch die Reuse schoss (74:79). Auf Düsseldorfer Seite wuchs der Frust – nach seiner Auswechslung kassierte Jamal Smith durch einen Tritt gegen die Werbebande ein technisches Foul. Herten wusste die Nachlässigkeiten der Giganten zu nutzen und ging in der Crunchtime durch den treffsicheren Jettulahi in Führung (81:80). In einer irren Schlussminute - in der die Begegnung völlig offen war - konnten die Gäste durch US-Boy DeShaun Cooper zwar den Ausgleich erzielen, die Uhr jedoch lief für die Hausherren, die letztlich von der Freiwurflinie aus den Sieg klar machten (94:89).

Aufstiegsfeier soll im Comenius steigen

Durch die bittere Auswärtsniederlage müssen die Düsseldorfer den Champagner zur Meisterschaft nochmals für eine Woche in den Kühlschrank stellen. Mit einem Sieg am kommenden Samstag (30. März, 19 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten Accent Baskets Salzkotten könnten die ART Giants dann mit den heimischen Fans den Aufstieg in die 3. Liga bejubeln. „Wir hätten gerne in Herten den Aufstieg perfekt gemacht. Aber natürlich ist es etwas Besonderes für uns, wenn wir die Meisterschaft mit unseren Fans in der heimischen Halle feiern können“, blickt Jönke voraus.

Punkte ART Giants: Smith (8), Cooper (14), Mesghna (21), Galvez-Braatz (10), Weichsel (4), Krvavac (n.e.), Reminas (4), Zvinklys (16), Agyapong (2), Kehr (5) und Giddens (5)

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