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Sebastian Kehr (ART Giants Düsseldorf)

Einsatz wird nicht belohnt: Der starke Sebastian Kehr (am Ball) legte 18 Punkte auf, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Trotz großem Comeback: ART Giants Düsseldorf verlieren Derby in Grevenbroich (82:87)

Derbyzeit in der Regionalliga-West: Am Samstagabend (04.11.) ging es für die Basketballer der ART Giants zum Aufstiegskandidaten nach Grevenbroich. Die Düsseldorfer unterlagen in einer packenden Partie gegen die Elephants am Ende knapp. ART Giants-Trainer Jonas Jönke fand dennoch lobende Worte für sein Team.

Hitzige Anfangsphase in Grevenbroich

„Ich kann den Jungs nur ein Kompliment machen, dass wir uns am Ende nochmal so zurückgekämpft haben. Am Ende fehlte uns einfach das Wurfglück um die Partie noch zu drehen“, resümierte Jönke nach der Auswärtsniederlage. Es ging gleich hitzig in dieses Derby: Beim Stand von 4:9 aus Düsseldorfer Sicht entschieden die Unparteiischen auf ein technisches Foul gegen die Düsseldorfer Mannschaft. Beim Zug zum Korb wurde Düsseldorfs Dainius Zvinklys klar gefoult, der Pfiff blieb aber aus. Schnell lagen die Giganten mit 6:14 zurück. Trainer Jonas Jönke reagierte mit einer Auszeit und gab seinem Team neue taktische Anweisungen mit auf den Weg. Die machten sich schnell bezahlt, Zvinklys und Sebastian Kehr brachten die Gäste mit einfachen Punkten unter dem Korb wieder ins Spiel. Nach den ersten zehn Minuten hatte Grevenbroich die Partie aber klar im Griff (19:23).

DeShaun Cooper (ART Giants Düsseldorf)

Düsseldorfs DeShaun Cooper (rechts) und Gegenspieler Gerrell Martin (links) lieferten sich spannende Duelle im Derby.

Den Start ins zweite Viertel verschliefen die Giganten: Zu viele freie Räume ließen sie der ihrem Gegner in der Offensive - erstmals geriet Düsseldorf zweistellig in Rückstand (21:31). Mit der Hereinnahme des starken Kehrs kam bei den ART Giants die Intensität unter den Korb zurück aufs Feld und sie kamen auf 27:34 heran. Doch zu keinem Zeitpunkt bot sich den ART Giants die Möglichkeit in Führung zu gehen. Das lag auch daran, dass die beiden Scharfschützen DeShaun Cooper und Paulius Kleiza ihr sonst so treffsicheres Händchen noch nicht gefunden hatten. Mit 39:44 aus Düsseldorfer Sicht ging es schließlich in die Kabine.

Düsseldorf völlig von der Rolle

Mit dem Start in die zweite Halbzeit trauten die rund 40 mitgereisten Düsseldorfer Fans ihren Augen nicht. Wie ausgewechselt agierten beide Mannschaften. Während die Gastgeber um Distanzschütze Marko Boksic aus allen Lagen trafen, ging bei den ART Giants gar nichts mehr zusammen. Innerhalb von nur drei Minuten mussten die Düsseldorfer einen 0:16-Lauf gegen sich hinnehmen (39:60). Eine Reaktion der Gäste war gefordert und diese lieferten sie: In der Verteidigung nun wacher, brachten Paskov und Kehr die Giganten mit schnellem Offensivspiel zurück in die Partie. Die gute Phase der Gästemannschaft wurde aber unterbrochen, als es das nächste technische Foul gegen Düsseldorf gab. Die Gästefans waren außer sich und auch Trainer Jönke zeigte sich verärgert über diverse Entscheidungen der Schiedsrichter. Dennoch gelang es den ART Giants zum Ende des dritten Viertels den Rückstand weiter zu verkürzen (59:71).

Dainius Zvinklys (ART Giants Düsseldorf)

Dainius Zvinklys (mitte) und seine Teamkollegen konnten die Partie am Ende nicht mehr drehen.

Comeback wird nicht belohnt

Mit voller Konzentration und einem unaufhaltsamen Dainius Zvinklys verkürzten die Gäste abermals auf sechs Punkte (65:71). Es war richtig Feuer in der Partie: Der bis dahin unglückliche Kleiza brachte den Gäste-Fanblock mit seinem ersten Dreier zum Beben (70:71). Doch die Freude auf Düsseldorfer Seite hielt nicht lange: In der Schlussphase zeigte Grevenbroich seine ganze Stärke. Diesmal stoppten die Elephants den Lauf ihres Gegners und brachten dieses Derby voller Höhen und Tiefen auf beiden Seiten schließlich über die Zeit. „Ich mache meinem Team keinen Vorwurf, das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, sagte Jönke. Trotz kämpferischer Leistung traten die ART Giants ohne Punkte im Gepäck ihre Heimreise in die Landeshauptstadt an.

Punkte für die ART Giants: Cooper (12), Paskov (16), Kleiza (11), Janoschek (4), Kehr (18), Zvinklys (15) Rathjen (6), Mettner und Dohmen (jeweils 0)

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