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(v.l.) Andre Hoffmann mit dem Leipziger Timo Werner, der den Elfmeter verwandelte, Foto: Anke Hesse

0:3 gegen Leipzig – Düsseldorf kann gegen RB nicht punkten

Nach der 5:0-Klatsche gegen Borussia Dortmund konnte Fortuna Düsseldorf am Samstag (14.12.) zu Hause auch gegen RB Leipzig keine Punkte holen. Leipzigs Traumstart und der Videoassistent besiegelten am Ende die 0:3-Heimniederlage.

Früher Rückschlag für die Funkel-Elf

Für das Topspiel gegen RB Leipzig musste Friedhelm Funkel in der Startformation auf mehreren Positionen wechseln. Fortunas Torhoffnung Rouwen Hennings laborierte an einer Grippe, Alfredo Morales fehlte aufgrund einer Gelbsperre und Jean Zimmer hat im Training einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Kasim Adams und Lewis Baker nahmen auf der Bank platz. Kownacki, Sobottka, Ampomah und auch Robin Bormuth bekamen ihre Chance im 3-4-3-System.

RB Leipzig startete erwartungsgemäß stark in die Partie und ging bereits mit der ersten Offensivaktion in Führung. Niko Gießelmann ließ Konrad Laimer vollkommen frei stehen. Mit seiner präzisen Flanke fand der Österreicher Patrick Schick im Zentrum, der Zack Steffen keine Chance ließ – 0:1 (2.).

Der frühe Rückstand setzte der Funkel-Elf zu. Düsseldorf schaffte es kaum für Entlastung zu sorgen, weil RB sehr dominant agierte. Das Team von Julian Nagelsmann ließ einige gute Möglichkeiten liegen, da Nkunku, Upamecano und Halstenberg ihre Chancen nicht verwerteten. Lange Zeit war offensiv wenig zu sehen von der Fortuna. Wenn die Rheinländer den Weg nach vorne suchten, ging es überwiegend über Nana Ampomah, der gute Akzente setzte. Die beste Aktion hatte Hennings-Ersatz Dawid Kownacki. Der Pole bekam den Ball von Thommy, drehte sich einmal und schoss an den rechten Innenpfosten (44.).

Videoassistent und Nkunku besiegeln Fortuna-Niederlage

Die Gastgeber kamen gut aus der Kabine und knüpften mit einem Kownacki-Kopfball an die guten Schlussminuten aus dem ersten Durchgang an. Doch die Gäste aus Ostdeutschland ließen nicht locker und setzten alles daran ihre Führung auszubauen.

Im Strafraum lenkte Kaan Ayhan einen Schuss von Lukas Klostermann mit der Hand ins Toraus. Die Leipziger beschwerten sich direkt beim Unparteiischen, weil der auf Eckball entschied. Nach Überprüfung im Kölner Videokeller revidierte Robert Hartmann und gab einen Strafstoß. Timo Werner legte sich den Ball zurecht und schoss zum 0:2 ein (58.). Im Anschluss an das Spiel erklärte Kaan Ayhan zum Elfmeter: "Ich habe den Ball an meinen angelegten Arm bekommen. Wenn ich den da nicht habe, dann fliegt er gegen meine Rippe. Wenn es das Regelwerk so vorgibt, dann akzeptiere ich diese Entscheidung. Dann werden wir in der Zukunft noch einige solcher Situationen erleben."

Nach dem zweiten Gegentreffer kam F95 nicht mehr richtig ins Spiel. Zu viele individuelle Fehler und Nachlässigkeiten sorgten dafür, dass das offensiv ausgerichtete Spiel von RB Leipzig seine Wirkung zeigte.

Gießelmann schaffte es nicht eine Flanke auf seiner Seite zu unterbinden. In der Mitte stand niemand bei Nordi Mukiele, der zum 0:3 einköpfte (75.).

Den 35.387 Zuschauern in der Merkur Spiel Arnena wurde in der Folge nur wenig geboten. Bei knackig kalten Temperaturen hatten sie sich bereits damit abgefunden, dass es keinen Grund zum Jubeln geben würde.

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Nach dem Spiel erklärte Funkel: "Wir sind im Moment in einer sehr schwierigen Situation, das können wir nicht verleugnen. Im letzten Jahr haben wir über unseren Möglichkeiten gespielt und das bekommen wir aktuell nicht hin."

Keine Zeit zum Verschnaufen

Das Programm für die Fortuna geht nahtlos weiter. Aufgrund der englischen Woche in der Bundesliga steht am Dienstag (17.12., 20:30 Uhr) ein wichtiges Auswärtsspiel beim FC Augsburg an. Dort sind Punkte Pflicht, denn die Luft im Tabellenkeller wird immer dünner. Niko Gießelmann: "Gegen Augsburg erwarte ich ein Spiel mit Kampf und Leidenschaft. Das muss vor allem von uns ausgehen."

Paderborn, Union Berlin und auch der 1.FC Köln punkteten an diesem Wochenende im Gegensatz zur Fortuna.

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