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Grund zum Jubeln im neuen Heimtrikot: Rouwen Hennings, Kaan Ayhan und Kenan Karaman, Foto: OV

2:1 gegen Hannover: Fortuna Düsseldorf feiert Rekordsieg im letzten Heimspiel

Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf durfte am letzten Spieltag der 1. Bundesliga einen umjubelten 2:1-Heimsieg gegen Hannover 96 feiern. Durch den neunten Heimsieg in dieser Spielzeit stellten die Rot-Weißen einen 35 Jahre alten Vereinsrekord ein.

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Die Fans feierten schon auf dem Weg ins Stadion mit dem traditionellen Fahrradkorso ab Fortuna-Büdchen

Fortuna müht sich gegen mutige Hannoveraner

Düsseldorfs Trainer rotierte im letzten Spiel der Saison nicht etwa fleißig durch, sondern bot gegen den bereits feststehenden Absteiger Hannover 96 seine bewährten Stammkräfte auf. Eben diese Startelf tat sich in den Anfangsminuten schwer mit dem Auftritt der Gäste. Hannover tat mehr im Angriff, was der rot-weißen Hintermannschaft geschuldet war – die Abwehrkette um Kaan Ayhan und Co. kam nicht richtig in die Zweikämpfe. Bis auf einen harmlosen Torschuss durch den Ex-Düsseldorfer Ihlas Bebou hatte aber auch 96 nicht mehr zu bieten. Die heimischen Fans mussten bis in die 24. Spielminute auf den ersten Abschluss ihrer Mannschaft warten. Beim Schuss von F95-Stürmer Kenan Karaman (24.) hatte Hannovers Torhüter Samuel Sahin-Radlinger keine Mühe auf der Linie.

Nach einer halben Stunde hallte ein lautes Pfeifkonzert durch die Merkur Spiel-Arena: Die Gastgeber forderten als Reaktion auf ein vermeintliches Foul an Karaman im Strafraum einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Benjamin Cortus sprach sich mit dem Videoassisten ab und ließ die Situation ungeahndet. Mit einem unspektakulären 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

Düsseldorf feiert historischen Bundesliga-Erfolg

Zur Freude der 50.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion nahm die Partie in der zweiten Halbzeit Fahrt auf. Erst kam Fortunas Dodi Lukebakio zu einer guten Torchance (52.) und nur drei Minuten später setzte Hannovers Linton Maina die Kugel an die Querlatte. Im nahezu direkten Gegenzug durften die Düsseldorfer Fans dann jubeln. Mit viel Ehrgeiz schnappte sich Flügelflitzer Benito Raman auf Höhe der Mittellinie den Ball, legte ihn ideal für den mitgelaufenen Rouwen Hennings auf (56.), der die Kugel mit links ins Netz knallte (1:0). Und die Funkel-Elf legte sofort noch einen drauf. Ein tolles Zusammenspiel im gegnerischen Strafraum: Karaman stand genau richtig und stellte auf 2:0. Zwar konnten die Gäste kurz vor Schluss durch den eingewechselten Nicolai Müller auf einen Treffer verkürzen, den verdienten Sieg ließen sich die Düsseldorfer aber nicht mehr nehmen (2:1).

Durch den neunten Heimerfolg in dieser Bundesliga-Saison stellten die Rot-Weißen ihren eigenen Vereinsrekord aus der Saison 1983/84 ein – damals gelang der Fortuna diese stolze Heimbilanz zuletzt.

Nach dem Schlusspfiff

Zum Abschluss drehte die Mannschaft eine Ehrenrunde durch das Stadion. Sie haben ein Banner vorbereitet mit dem Schriftzug "Danke für 1895% Unterstützung. Zosamme jekomme, zosamme jebleewe." Ein großes Dankeschön an die Fans von Trainer Friedhelm Funkel: "Wie ihr uns durch die Saison getragen habt, ist einfach einmalig."

Kapitän Oliver Fink fehlten die Worte für die unglaublichen Fans: „In der zweiten Halbzeit haben wir super gekontert und diese auch verwertet, was uns schon die ganze Saison ausgezeichnet hat.“

André Hoffmann freut sich über den Heimsieg und betont: „Das einzige Ziel für uns war es heute, uns positiv von den Fans zu verabschieden.“

In Abschiedsstimmung beschreibt Dodi Lukebakio: „Ich bin Düsseldorf so dankbar, für alles was sie mir gegeben haben, sportlich und menschlich. Das ist sehr emotional für mich, ich bin sehr dankbar für die Zeit hier.“

Benito Raman schwärmt: „Jeder hat für jeden gekämpft, deswegen war diese Saison so unglaublich für uns.“

Saison 2019/2020

In die nächste Bundesligasaison wird es für die Fortunen ohne Jaroslav Drobny, Takashi Usami und Dodi Lukebakio gehen, da ihre Leihverträge enden. Die Verträge von Markus Suttner, Marcin Kaminski und Dawid Kownacki enden ebenfalls, aber da scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein.

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