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Die Fortuna-Fans hatten in Berlin nicht viel Grund zum Jubeln

3:1-Niederlage in Berlin - Düsseldorf tritt die Heimreise ohne Punkte an

Mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den SC Freiburg verließ Fortuna Düsseldorf den Platz erneut ohne Punkte. Gegen den Hauptstadtclub Hertha BSC Berlin gab es am Freitagabend eine 3:1-Niederlage, bei der die Rheinländer über 90 Minuten unterlegen waren.

Fortuna verpennt den Start

Die Rheinländer, die mit einem überraschenden Sieg gegen Werder Bremen in die Saison starteten, kamen beim Auswärtsspiel in Berlin überhaupt nicht wach auf den Platz. In den ersten 20 Minuten war die Funkel-Elf hauptsächlich in der eigenen Hälfte anzutreffen. Die Berliner, die zuletzt einen 4:0-Sieg gegen den 1.FC Köln einfahren konnten, spielten befreit auf, ohne dabei die ganz große Torgefahr auszustrahlen. „Wir haben vor allem im Zweikampfverhalten zu viele Fehler gemacht“, wusste Funkel das Defensivverhalten seiner Mannschaft gegenüber DAZN einzuordnen. Vor allem auf der rechten Seite waren die Berliner über Marius Wolf sehr agil, weil auch Nana Ampomah keine Gegenwehr zeigte. Der Ghanaer, der für den verletzten Dawid Kownacki in die Startelf rückte, fand in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht statt.

Doppelter Videobeweis in der Hauptstadt

Als die Düsseldorfer dann etwas besser in die Partie zu kommen schienen, rückte Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart in den Mittelpunkt. Bei einem eindeutigen Foul von Maximilian Mittelstädt an Lewis Baker im Berliner Strafraum, entschied Petersen zunächst auf Eckball (25.). Nachdem er sich die Szene nochmal auf dem Bildschirm ansah, weil Mittelstädt nur Baker und nicht den Ball traf, entschied der Stuttgarter auf Abstoß. Funkel und die Fortuna-Fans wussten die Entscheidung überhaupt nicht einzuordnen. Nur fünf Minuten später gab es dann erneut den Videobeweis, weil Fink im Strafraum gefoult wurde. Diesmal entschied Petersen nach Videobeweis auf Elfmeter. Rouwen Hennings ließ sich diese Chance nicht nehmen und schoss den Ball sicher ins linke untere Eck (30.).

Doch wie schon in den vergangenen Partien schafften es die Düsseldorfer nicht ihre Führung auszubauen oder über die Zeit zu bringen. Die Hertha drückte auf das Tor. Wolf kam auf der rechten Seite zu einfach durch und konnte eine starke Flanke in die Mitte schlagen. Adams und Ayhan ließen Vedad Ibisevic ziehen und der routinierte Bosnier hatte keine Mühe den Ball zum Ausgleich einzunetzen (37.). Der Ausgleich der Berliner war aufgrund des Spielverlaufs verdient, doch der Hauptstadtklub wollte mehr. Kurz vor dem Seitenwechsel setzte sich Vladimir Darida auf der rechten Außenbahn durch, flankte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Javairo Dilrosun ansehnlich die 2:1-Führung erzielte(44.). Fortuna Düsseldorf konnte das eigene Spiel in den ersten 45 Minuten nicht aufziehen und ging verdient mit dem Rückstand in die Kabine. „Wie schon in den vergangenen Wochen konnten wir unsere Führung nicht über die Zeit bringen und daran werden wir in den kommenden Wochen arbeiten“, resümierte Funkel gegenüber DAZN.

Lukebakio leitet den K.O ein

Dodi Lukebakio, der der Fortuna in der abgelaufenen Saison noch zum Klassenerhalt verholfen hat, kam bei den Berlinern in der 60. Minute auf das Spielfeld. Kaum auf dem Platz, zeigte der Belgier seine Qualitäten. Einen Konter auspielend lief Lukebakio allen Düsseldorfern davon und hatte das Auge für den mitgelaufenen Darida. Der Tscheche behielt die Übersicht und ließ Zack Steffen keine Chance – 3:1 (62.). Auch in der Folge kam die Fortuna offensiv nicht mehr zum Zug. Niko Gießelmann versuchte sich an einem Freistoß aus 20 Metern, brachte den Ball aber nur ungefährlich in die Nähe des Tores (72.). Funkel versuchte mehr Qualität in den Angriff zu bekommen und brachte Thommy, Morales und Karaman. Nach einem Vorstoß über die linke Seite klärte Skjelbred den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand zur Ecke und die Unparteiischen gaben wieder keinen Elfmeter für die Fortuna. Der Videoassistent und Fortuna Düsseldorf werden so schnell wohl keine Freunde. Am Schiedsrichter allein lag es aber nicht allein, dass die Fortuna ohne Zähler zurück ins Rheinland fliegt. Im 500. Bundesligaspiel für den Trainer Friedhelm Funkel konnte seine Mannschaft die eigenen Qualitäten nicht umsetzen und verlor das Spiel verdient. Trotzdem ist der erfahrene Mann an der Düsseldorfer Seitenlinie optimistisch was das Ziel der Fortuna angeht: „Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft zur Winterpause dastehen wird, wo sie hin möchte.“

Am kommenden Wochenende ist Länderspielpause und danach empfangen die Düsseldorfer den 1. FSV Mainz 05 (19.10., 15:30 Uhr). Im Heimspiel gegen die Rhein-Hessen wird der Kampf um die Punkte wieder neu entfacht.

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