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Schiedsrichter leben auf Düsseldorfer Sportplätzen gefährlich - in Hassels wurde ein Unparteiischer per Faustschlag niedergestreckt.

Düsseldorf Hassels: Faustschlag ins Gesicht eines Schiedsrichters – Kreisliga-Trainer bekommen Pflichtschulung über Gewaltprävention

Die rohe Gewalt auf Fußballplätzen im Düsseldorfer Süden geht weiter: Nach Angaben der Düsseldorfer Polizei wurde am Sonntagnachmittag (18.10.) ein erst 18 Jahre alter Schiedsrichter durch den Faustschlag eines Spielers leicht verletzt. Der Vorfall habe sich bei der Kreisligabegegnung des FC Kosovo gegen den SV Hilden-Ost ereignet. Am 27. September musste der Schiedsrichter der Kreisliga-Partie Garather SV gegen Eller 04 nach Schlägen mit einer Kehlkopfquetschung stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Am 8. Oktober musste die Polizei beim Spiel SFD Düsseldorf Süd II gegen AC Italia II auf einem Hildener Fußballplatz eine Gruppen-Keilerei beenden.

Beschimpft, bespukt, geschlagen

Respekt und Fairness stehen bei Düsseldorfer Amateurkickern offenbar nur noch auf dem Papier. Das belegt die Häufung der Übergriffe. Laut dem Polizeibericht hatte der Schiedsrichter am Sonntag die Partie auf der Sportanlage Am Wald in Düsseldorf Hassels abgepfiffen – beim Stand von 2:1 für die Hildener Gäste. Dabei sei ein Kosova-Spieler nicht einverstanden gewesen. Als der Schiedsrichter dem Spieler seine Uhr zeigen wollte, habe dieser ihn zunächst verbal angegriffen und dann vor ihm auf den Boden gespukt. Dafür gab es vom Unparteiischen die Rote Karte. Der Spieler habe den Schiedsrichter daraufhin mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass der Unparteiische zu Boden ging. Der mutmaßliche Täter, ein 43-Jähriger, sei vom Platz geflüchtet – gegen ihn werde ermittelt.

Rudelbildung und Keilerei

Körperliche Gewalt stand auch im Mittelpunkt des Spiels SFD Düsseldorf Süd II gegen AC Italia II am 8. Oktober in Hilden. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte der Schiedsrichter ein derbes Foul mit einer roten Karte geahndet. Als es im Anschluss zu Rudelbildung und Rangeleien kam, brach der Schiedsrichter die Partie komplett ab. Im Anschluss hätten Spieler, Betreuer und Zuschauer aufeinander eingeprügelt – so berichten Zeugen. Gegen sechs Spieler des SFD 75 leitete die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung ein.
Am 27. September verließ das Kreisligaspiel des Garather SV gegen den TSV Eller 04 II den sportlichen Rahmen. Dabei habe ein Garather Spieler den Schiedsrichter mindestens zwei Mal gegen den Hals geschlagen. Der Schiedsrichter musste wegen seiner Kehlkopfverletzung im Krankenhaus behandelt werden. Der zuschlagende Spieler soll auf der Garather Anlage Hausverbot haben und erschien nicht zur Sitzung des Sportgerichts – angeblich aus beruflichen Gründen. Die nächste Sitzung des Sportgerichts ist für den 4. November angesetzt.

Trainer in der Pflicht

Bei der Kreisgruppe Düsseldorf im Fußballverein Niederrhein sind die Verantwortlichen alarmiert – wegen der Gewaltserie. „Wir beobachten das mit Frust und fragen uns, ob das bei manchen Nationalitäten im Naturell liegt“, sagt Kreisgeschäftsführer Manfred Castor. Alle Trainer der Kreisligen A bis C seien zu einem Pflichtlehrgang Gewaltprävention eingeladen worden. Dort soll ihnen vermittelt werden, was sie tun können, um auf ihre Mannschaften einzuwirken. Der erste Schulungsabend mit rund 30 Teilnehmern habe in der vergangenen Woche bereits stattgefunden, sagt Castor.

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