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Dawid Kownacki (l.) erlöst mit seinem Treffer in der 82. Minute Fortuna Düsseldorf, Andre Hoffmann gratuliert. Foto: Anke Hesse

Fortuna Düsseldorf erarbeitet sich einen Heimsieg über die Würzburger Kicker 1:0 (0:0)

K-A-S-T-E-N-M-E-I-E-R. Hält. Der Düsseldorfer Torwart hält. 90+2. Minute in der Düsseldorfer Arena. Es gibt einen Elfmeter gegen Fortuna Düsseldorf für die Würzburger Kickers. Andre Hoffmann hat in der Verlängerung den gerade eingewechselten Vladimir Nikolov im Düsseldorfer Strafraum zu Fall gebracht. Und damit bekommen Gäste aus Franken die Last-Minute-Chance zum Ausgleich. Robert Hermann läuft an und schießt hart und platziert halbhoch-links, doch Floirian Kastenmeier macht sich lang, wächst über sich hinaus, streckt sich und klatscht den scharf geschossenen Ball nach links weg ins Toraus. Fortuna Düsseldorf erarbeitet sich zu Hause, vor 7.500 Zuschauern, den ersten Sieg in Liga zwei.

Kownacki trifft in Minute 82

Uff. Das war ein Geduldspiel. Und sobald das Adrenalin aus dem Blut ist muss man zugeben: Fortuna hatte über weite Strecken zwar optisch die Überlegenheit. Doch die Flingeraner taten sich extrem schwer mit dem Aufsteiger aus Würzburg. Erst in der 82. Minute brachte Thomas Pledl einen von Würzburg mies verteidigten ball von der linken Seite rein. Rouwen Henning irritiert Würzburgs Torwart Fabian Giefer, so dass dieser den Ball nur abklatschen lässt. Und dann stochert Dawid Kownacki das Leder über die Würzburger Linie zum späten Führungstreffer der Düsseldorfer. Der in der Vorsaison viel geschmähte und oft ausgefallene Mann aus Polen erlöst eine bis hierhin optisch über weite Strecken überlegene, aber zu kompliziert spielende Fortuna, die dringend an ihrer Abschlussschwäche arbeiten muss.

Karaman kommt zurück

Im Vergleich zur Niederlage in Hamburg nahm Cheftrainer Uwe Rösler drei Änderungen an seiner Startelf vor. Kenan Karaman rückte neben Rouwen Hennings in die Doppelspitze, außerdem waren Adam Bodzek und Kelvin Ofori neu im Vierer-Mittelfeld, das von Brandon Borrello und Marcel Sobottka komplettiert wurde. Die Viererkette vor Torhüter Florian Kastenmeier blieb mit Matthias Zimmermann, Kevin Danso, Andre Hoffmann und Florian Hartherz unverändert.

Brandon Borello begeistert

Die Fortuna startete mit Schwung und kam früh zu ihrer ersten Chance auf die Führung. Hartherz wurde auf links freigespielt und flankte in den Rücken der Abwehr. Borrello kam zum Abschluss, scheiterte aber an Giefer (3.). Die Würzburger stellten ihre Grundordnung her und setzten gezielte Nadelstiche. Nach einer Würzburger Hereingabe musste Florian Kastenmeier den heranfliegenden Kopfball von Saliou Sané parieren (11.).

Düsseldorf dreht auf

Bis fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es eine Butter-und-Brot Partie der Zweiten Liga, in der Würzburg sehr gut mithalten konnte. Doch dann drehten die Düsseldorfer auf. Erst verpasste Borrello eine Hereingabe knapp, dann setzte Hennings die darauffolgende Flanke knapp über den Würzburger Kasten (40.). Es blieb zur Halbzeit beim torlosen Remis. Vier Düsseldorfer hatten zu diesem Zeitpunkt allerdings schon gelbe Karten gesehen.

Optisch überlegen

Deshalb nahm Fortunas Trainer Uwe Rösler zu Beginn der zweiten Halbzeit den bis dahin sehenswert spielenden Brandon Borrello raus – auch hatte bereits gelb gesehen - und schickte Pledl ins Spiel. Zu Beginn der zweiten Hälfte wollte die Fortuna die größeren Spielanteile in etwas Zählbares ummünzen. Erneut stand Ofori im Mittelpunkt, der immer wieder als Aktivposten im Düsseldorfer Mittelfeld von seinen Mitspielern in Szene gesetzt wurde. Nachdem die Würzburger Hintermannschaft den Ball an der eigenen Strafraumkante nicht entscheidend klären konnte, rauschte Ofori aus dem Halbfeld an und beförderte die Kugel mit einem satten Volley nur knapp über das Würzburger Gehäuse (50.).

Turbulente Schlussphase

Deutlich hinter seinen Möglichkeiten spielte der frisch ins Team zurückgekehrte Karaman. Seine Pässe waren zu ungenau. Zu unkonzentriert. Die Würzburger standen geschlossen. Und konterten. Erst traf Pfeiffer in der 65. Minute nur das Außennetz, dann konnte in der 75. Minute Florian Kastenmeier Schlimmeres verhindern, als er einen gefährlichen Kopfball zur Ecke über die Latte lenkte. Erst in Minute 82 fiel der Düsseldorfer Treffer. Und dann hielt Kastenmeister den Elfer und die drei Punkte.

Am Sonntag, 4. Oktober, 13:30 Uhr, spielt Fortuna Düsseldorf bei Holstein Kiel.

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