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Fortuna Düsseldorf trennt sich von Trainer Frank Kramer

Fortuna Düsseldorf sucht Nachfolger für glücklosen Trainer Frank Kramer

Das 1:1 Unentschieden gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg am vergangenen Freitag vor heimischer Kulisse war das letzte Spiel unter Trainer Frank Kramer. Am Montag (23.11.) wurde die Beurlaubung von Frank Kramer offiziell. Zum Mannschaftstraining um 15 Uhr erschien er bereits nicht mehr. Bis auf weiteres übernimmt Co-Trainer Peter Hermann. Nun heißt die Mission: Klassenerhalt. Und das wird sauschwer.

Wenn am nächsten Sonntag (29.11.) die Fortuna um 13.30 Uhr beim FSV Frankfurt auf den Platz läuft, wird Co-Trainer Peter Hermann über Strategie und Taktik entscheiden. Er kennt diese Art von Feuerwehreinsatz zu Gnüge – bei Bayer Leverkusen ist der 63-Jährige bereits drei Mal eingesprungen, weil Trainer vorzeitig in die Wüste geschickt wurden.

Die heikle Nachfolgefrage

Wie rasch ein Nachfolger für den glücklosen Kramer gefunden werden kann, ist noch unklar. In der Lostrommel der Trainer drehen sich die Namen Friedhelm Funkel, Krisencoach bei Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln, Horst Steffen – just bei den Stuttgarter Kickers gefeuert oder Jos Luhukay, zuletzt bei Herta BSC Berlin. Auch Jens Keller – ehemals Schalke 04 wird genannt.
Offen ist, wer wann kommen kann – und wie lange eine Interimsphase dauern muss. In der trotz allem jemand das Team gegen ein Abrutschen in Liga drei motivieren muss.

Eine Menge Fragen an die Vereinsführung

Neben der vordergründigen Trainerfrage muss sich die Vereinsführung einer Menge Fragen gefallen lassen. Warum zog man nicht am Tag nach dem verkorksten Heimspiel gegen Duisburg die Reißleine, kommunizierte im Rahmen einer Pressekonferenz – und schnitt damit alle Spekulation auf einmal ab? Warum zog Paul Jäger keinen klaren Trennstrich, sondern versuchte am Sonntag die Nachricht mit dem Hinweis zu lancieren, sie geheim zu halten? Wo ist eigentlich Sportdirektor Rachid Azzouzi – mit welcher Berechtigung übt er noch sein Amt aus, wo er doch Frank Kramer angeblich so nahe steht – ihn aber nur durch Worte stützte und ungerührt ins Messer laufen ließ. Und: Warum verhinderte niemand, die dilettantische Kommunikation über den angeblich spielstärksten Kader der Liga? Wer sein Team so in die Öffentlichkeit bringt, muss damit rechnen, dass jeder nur mühevoll erkämpfte Sieg läppisch erscheint.

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