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Ob der Rückhalt der ganzen Stadt geholfen hat? Egal - es sind drei wichtige Punkte.

Wichtige drei Punkte: Fortuna Düsseldorf gewinnt hauchzart gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 4:3

Der neue Trainer der Fortuna Düsseldorf, Friedhelm Funkel, sah es mal ganz trocken: „Was uns die Mannschaft heute alles zugemutet hat. Gott sei Dank mit einem glücklichen Ende. Aber das kann man auch nicht jedes Wochenende ertragen.“ Fortuna Düsseldorf gewinnt gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 4:3. Düsseldorf funkelt.

Während die Stadt am vergangenen Sonntag den Rosenmontagszug nachholte, wurde Trainer Marco Kurz Kiel geholt und gefeuert, nach nur drei Monaten ersetzt durch Friedhelm Funkel. Was wäre eigentlich mit dem Vorstand und Mannschaft passiert, wenn es diesen verrückten Heimsieg nicht gegeben hätte.

So aber war schon der Spielauftakt nach Maß. 30 Sekunden nach dem Anpfiff köpft Bodzek in Richtung des Kaiserslauterner Tor, scheitert aber Torhüter Alomerovic. Dessen Abpraller aber kann Charis Mavria im Netz der Gäste versenken. Da machte Trainer Funkel noch ein Pokerface –vielliecht hatte er gesehen, dass Bodcek eigentlich im Abseits stand.

Kaiserslautern – wie Fortuna in den vergangenen vier Spielen ohne Punktgewinn – ließ sich aber vom frühen Rückstand nicht schocken. Bereits in Minute sechs machte Gaus den Ausgleichstreffer – aus kurzer Distanz unhaltbar für Rensing. Den Mittelteil der ersten Halbzeit verplätscherten beide Teams. Bis in der 37. Minute eine sehenswerte Kombination von Bellinghausen und Mavrias im Tor der Gäste endete – aber wegen eines angeblichen Abseits nicht anerkannt wurde. Das war so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Noch vor dem Halbzeitpfiff gelang dem Düsseldorfer Djurdjic das 3:1 – durch eine Schlenzer am Kaiserslauterner Keeper vorbei, der durch die eigene Spielhälfte irrte.

In der zweiten Hälfte dauerte es eine gute Viertelstunde, bis Fortuna, die Glücksgöttin sich gegen Fortuna, die Mannschaft stellte. Eine scharfe Hereingabe kommt in den Düsseldorfer Fünf-Meter-Raum. Madlung bringt seine Beine nicht rechtzeitig in Sicherheit: Eigentor. Nur noch 3:2 für Düsseldorf. Nur fünf Minuten später läuft der Lauterer Jean Zimmer zu einem Freistoß halblinks, in etwa 20 Metern Torentfernung an. Die Mauer der Düsseldorfer öffnet sich einen Spalt weit, der Ball fliegt hindurch und zappelt im Netz. Rensing hatte sich nicht einmal bewegt.

Doch auch diese Szene sollte nicht die letzte sein. Funkel - der Fuchs - bringt Kerem Demirbay als Joker von der Bank ins Spiel. Bellinghausen tankt sich über links nach vorn, flankt, Demirbay schießt und trifft zum 4:3 Endstand. Und diesen hauchdünnen Vorsprung haben sie dann schließlich über die Zeit gerettet.

Das waren wichtige drei Punkte und ein erster Schritt in Richtung Klassenerhalt. Zwischenzeitlich aber zeigte die Fortuna die bekannten Fehler in der Abwehr – heute wurde sie am Ende dafür nicht bestraft. Will heißen: Glückwunsch – aber es ist noch etwas zu tun.

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