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Heimniederlage gegen Freiburg

Zäher Kick, keine Punkte. Fortuna Düsseldorf verliert 1:2

Fortuna Düsseldorf verpasst es gegen den SC Freiburg endlich wieder Punkte einzufahren. Beim Duell gegen die Breisgauer verloren die Rot-Weißen mit 1:2(1:1) und stehen wieder ohne Zähler da, obwohl sich die Mannschaft von Friedhelm Funkel zumindest ein Unentschieden verdient hätte. „Wenn man sich die Statistik anschaut, dann waren wir in fast allen Bereichen besser, aber davon können wir uns nichts kaufen. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da,“ resümierte der Coach nach dem Spiel.

Nach der 2:1-Derbyniederlage gegen Borussia Mönchengladbach schickte Friedhelm Funkel seine Mannschaft wieder im 4-4-2-System auf den Platz. Erik Thommy und Rouwen Hennings ersetzten Kasim Adams und Jean Zimmer in der Startformation gegen die Breisgauer. Im ersten Spielabschnitt verlangten beide Mannschaften ihren Fans eine Menge Nerven ab. Viel hin und her im Mittelfeld und keine Chancen. Die erste Torannäherung gehörte der Fortuna, als Dawid Kownacki den Ball mit dem Rücken in die Arme von Freiburg-Keeper Alexander Schwolow buckelte (29.). Von den Gästen, die mit zehn Punkten aus fünf Spielen überraschend gut in die Saison gestartet sind, war bis kurz vor dem Seitenwechsel wenig zu sehen.

Gnadenlose Effektivität vor der Pause

Trotz fehlender Attraktivität auf dem Feld unterstützten 39.244 Fans in der Arena ihre Mannschaft ohne Unterbrechung. Thommy versuchte es mal mit einem Distanzschuss, blieb aber mit seinem Abschluss ungefährlich (38.). Kurze Zeit später brachte der aus Stuttgart ausgeliehene Flügelspieler einen scharfen Eckball, den Schwolow unterschätzte. Am zweiten Pfosten schraubte sich Hennings höher als seine Gegenspieler und köpfte das Leder in die Maschen (42.). Die Führung war zu diesem Zeitpunkt überraschend aber nicht unverdient, weil offensiv zuvor nichts zusammenlief. Die Fans wollten mit der Führung schon in die Halbzeitpause, doch das Team von Christian Streich hatte etwas dagegen. Nach einem Stellungsfehler in der Düsseldorfer Defensive konnten die Gäste die zweite Welle nutzen und erneut vor das Tor von Zack Steffen kommen. Der Fortuna-Schlussmann konnte den Ball nicht vom Tor weghalten, sodass Jonathan Schmid am langen Pfosten einschob (45.). Das Unentschieden zur Halbzeitpause entsprach durchaus dem Spielverlauf der ersten 45 Minuten.

Steffen wird zum Elfmeter-Killer

Die zweite Halbzeit begann für beide Mannschaften flüssiger und offensiver als der erste Abschnitt. Die Funkel-Elf fackelte nicht lange und suchte in Person von Erik Thommy früh den Abschluss aus der zweiten Reihe (49.). Auf Seiten der Freiburger war die Freude groß, denn ein Zweikampf von Hennings und Höler im Düsseldorfer Strafraum wurde von Schiedsrichter Daniel Siebert auf dem Monitor geprüft. Er entschied auf Strafstoß, den sich der Gefoulte selbst zurechtlegte. Fortuna-Keeper Steffen ahnte die Ecke und rettete seine Mannschaft mit einem Hechtsprung (63.). Rouwen Hennings hatte nach dem Spiel seine eigenen Meinung zur Entscheidung des Schiedrichter: „Die legen das aus wie sie wollen. Ich werde geblockt und es wird als Foul von mir gewertet. In Frankfurt stellen wir einen Block, erzielen ein Tor und es wird auch gegen uns gepfiffen. Ich finde das Ganze irgendwie merkwürdig.“ 

Die Rot-Weißen wirkten plötzlich beflügelt und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Erik Thommy, Kenan Karaman und der eingewechselte Bernard Tekpetey ließen sehr gute Chancen liegen, um die Fortuna wieder in Führung zu bringen.

Freiburg zeigt sich frech im Abschluss

Während die Hausherren vor dem Tor zu fahrig agierten, zeigten sich die Breisgauer kaltschnäuzig. Gian-Luca Waldschmidt bekam den Ball im Mittelfeld und marschierte in Richtung Tor der Fortuna. Die Rheinländer Defensivreihe ließ den U21-Nationalspieler passieren und gab ihm zu viel Freiraum. Waldschmidt holte tief Luft und knallte den Ball in die rechte untere Ecke zum 1:2 (81.). In der Folge war die Bemühung der Fortuna zu sehen, aber es fehlte weiterhin die Konzentration im Abschluss.

Am Ende steht eine unnötige Niederlage in einem Spiel, das über weite Strecken sehr zäh zu genießen war. „Wir haben bisher in jedem Pflichtspiel der Saison getroffen, aber schaffen es nicht die Null zu halten. Wir spielen ordentlich, aber holen zu wenig Punkte. Vielleicht müssen wir einfach mal dreckig spielen und gewinnen.“ meint André Hoffmann.  Trainer Friedhelm Funkel nach dem Spiel:„Ich kann der Mannschaft keinen großartigen Vorwurf machen. Wir haben in der zweiten Halbzeit ordentlich gespielt. Wir werden weiter an uns arbeiten und in den kommenden Wochen gewinnen. Dann werden wir auch das Glück wieder auf unserer Seite haben.“

Weiter geht es für Fortuna Düsseldorf am kommenden Freitag (04.10. / 20:30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin.

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