Sport Handball

Christian Hoße (HC Rhein Vikings)

Christian Hoße (links) übernahm viel Verantwortung im Spiel der Vikings.

Düsseldorfer Handball: Rhein Vikings beweisen Nervenstärke gegen Wilhelmshaven (23:20)

Am 15. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga empfing der HC Rhein Vikings am Samstag (25.11.) in eigener Halle den Wilhelmshavener HV. Mit dem 23:20-Heimsieg bleiben die Vikings das vierte Spiel in Folge ungeschlagen und klettern in der Tabelle weiter nach oben.

Vikings-Abwehr steht wie eine Wand

Die Partie zwischen den Rhein Vikings und Wilhelmshaven lief bereits 13 Minuten, ehe die Düsseldorfer den ersten Gegentreffer hinnehmen mussten. In der Anfangsphase stand die Verteidigung der Gastgeber derart stabil, dass die Spieler des WHV allmählich in Verzweiflung gerieten. Zugleich fand die Mannschaft von Vikings-Trainer Ceven Klatt in der Offensive die nötige Ruhe ihre Angriffe erfolgreich auszuspielen. Dennis Aust und Christian Hoße sorgten mit ihren Treffern in den ersten Minuten für die 5:1-Führung der Hausherren. „Wir sind so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Anfangsphase war die Basis für den Sieg“, sagte Klatt nach Spielende. Mit dem ersten Tor der Gäste schlichen sich bei Düsseldorf aber zunehmend Fehler im Torabschluss ein. Der WHV war damit im Spiel und verkürzte auf 7:5. Mit insgesamt vier Treffern aus dem Rückraum hielt der starke Christopher Klasmann im ersten Durchgang die Düsseldorfer Führung in der Hand. 11:9 hieß es zur Halbzeit aus Düsseldorfer Sicht.

Bennet Johnen (HC Rhein Vikings)

Vikings-Kapitän Bennet Johnen erzielte gegen den WHV nach langer Verletzungspause seinen ersten Zweitliga-Treffer.

Bozic hält und trifft

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeber an ihren Lauf an, Düsseldorfs Hintermannschaft stand weiter sicher. Die beiden Abwehr-Riesen Heider Thomas und Miladin Kozlina sowie Torwart Vladimir Bozic (14 Paraden) sorgten mit ihrem unbändigen Einsatz für Absicherung im Defensivspiel der Vikings (18:13). Um die Führung weiter auszubauen, spielten sich die Rheinländer mit cleveren Pässen näher an den Kreis und fanden dort mehrfach den freien Mann für den erfolgreichen Torabschluss (20:15). Durch kleine Nachlässigkeiten auf Düsseldorfer Seite kamen die Gäste aus Wilhelmshaven wenige Minuten vor Schluss nochmals zurück in die Partie und verkürzten auf 21:20. Als dann noch 45 Sekunden zu spielen waren, bekamen die Wikinger zwei Sieben-Meter-Würfe für sich gepfiffen. Erst behielt Hoße die Nerven und verwandelte sicher, im Anschluss durfte Torhüter Bozic ran und brachte den Ball zum 23:20-Siegtreffer im gegnerischen Tor unter.

Heider Thomas (HC Rhein Vikings)

Der Jubel war groß: Heider Thomas (rechts) und seine Teamkollegen feierten den nächsten Punktgewinn.

So machten es die Vikings am Ende nochmal spannend, sicherten sich vor 909 Zuschauern im Düsseldorfer Castello aber einen letztlich verdienten Sieg. „Das sind wieder zwei wichtige Punkte für uns, die wir mal ein bisschen feiern werden“, meinte Klatt. Vikings-Geschäftsführer René Witte fügte mit einem Lächeln hinzu: „Den ein oder anderen Schluck Wasser darf es heute ruhig geben.“ Die gute Stimmung beim Aufsteiger ist mit dem aktuell 11. Tabellenplatz nachvollziehbar.

Tore für die Vikings: Hoße (7), Klasmann (5), Coric (2), Aust (3), Weis (4), Johnen (1) und Bozic (1)

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Die Solidaritätsbotschaft lag auf den Plätzen und hing als Banner in der Halle

Aktionstag "NEIN zu Gewalt an Frauen"

Wie viele andere Sportvereine in Düsseldorf beteiligten sich auch die Rhein Vikings am internationalen Gedenktag unter dem Motto "Unschlagbar - Wir bekennen Farbe - keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen". Geschäftsführer und Präsident René Witte sieht es als eine wichtige Aufgabe des Vereins, bei dem rund ein Drittel der Mitglieder weiblich sind, ein Zeichen der Solidarität zu setzten. Beim Spiel lagen auf jedem Sitzplatz die roten Karten der Aktion, die das Gleichstellungsbüro der Stadt mit vielen Partnern entwickelt hatte.

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