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Christian Hoße (HC Rhein Vikings)

Auch die sechs Treffer von Vikings-Schütze Christian Hoße konnten die bittere Pleite in Dessau nicht verhindern.

Klatsche in Dessau: Rhein Vikings unterliegen im Kellerduell (28:17)

Die Krise spitzt sich weiter zu: Gegen den Dessau-Rosslauer HV, einem direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller, mussten die Zweitliga-Handballer des HC Rhein Vikings eine 17:28-Auswärtsniederlage einstecken. Neben der sportlichen Talfahrt brodelt es bei den Düsseldorfern auch hinter den Kulissen.

Düsseldorf geht im Kellerduell unter

Es sollte der Befreiungsschlag werden im Kampf um den Klassenerhalt, doch die Vikings um Interimstrainer Jörg Bohrmann enttäuschten auch beim Gastspiel in Dessau. Von Beginn an bekamen die Rheinländer keinen Zugriff im Spiel und lagen schnell mit 0:3 im Hintertreffen. Die selbstbewussten Gastgeber stellten Düsseldorf vor allem durch ihr hartes Zweikampfverhalten vor große Probleme. Auf die harmlose Offensivreihe reagierte Bohrmann beim Stand von 8:4 für Dessau mit der ersten Auszeit. Doch auch nach der Ansprache rannten die Wikinger reihenweise fahrlässig in schnelle Konter des Gegners. Zur Halbzeit liefen die Vikings einem deutlichen Rückstand hinterher (15:10).

Da sich der Auftritt der Rhein Vikings auch im zweiten Durchgang keineswegs zu bessern schien, nahm der Gästetrainer zeitweise Torhüter Vladimir Bozic vom Feld und schickte einen siebten Feldspieler auf das Parkett. Doch auch letzte Versuche, den Anschluss nochmals herzustellen, misslangen den Vikings (18:11). Da der Ball beim Gastspiel in der Anhalt-Arena ohnehin nicht gut durch die eigenen Reihen lief, fanden zu allem Überfluss auch die Verzweiflungswürfe aus der zweiten Reihe nicht den Weg in das Tor des bärenstarken Dessau-Keepers Philip Ambrosius (14 Paraden). Am Ende zeigte die Anzeigetafel eine enorm bittere 17:28-Niederlage für die Gäste. "Das war heute einfach nur eine peinliche Vorstellung von uns und es ist für mich unverständlich, wie so etwas passieren kann, da wir im Training ein komplett anderes Gesicht zeigen", sagte Leistungsträger Alexander Oelze nach der deutlichen Klatsche. Die sportliche Wende bei den Rhein Vikings bleibt also auch trotz des Trainerwechsels weiter aus.

Disziplinarische Gründe: Vikings entlassen Ivan Milas

Ivan Milas (HC Rhein Vikings)

Ivan Milas muss die Rhein Vikings nach acht Einsätzen wieder verlassen.

Neben der sportlichen Misere brodelt es beim Tabellenletzten der 2. Handball-Bundesliga auch abseits des Feldes. Unter der Woche gaben die Düsseldorfer die Entlassung von Ivan Milas bekannt. Der Kroate wechselte erst kurz vor Saisonbeginn an den Rhein und absolvierte acht Spiele im Trikot der Rhein Vikings. „Ivan hat viel sportliches Potenzial und hätte ein wichtiger Spieler der Rhein Vikings in dieser Saison werden können. Wir können allerdings nur Spieler gebrauchen, die sich voll und ganz für unser Team und die Organisation einsetzen. Disziplinarisches Fehlverhalten ist für uns nicht akzeptabel“, stellt Vikings-Geschäftsführer Daniel Pankofer klar. Mit dieser Personalentscheidung machen die Düsseldorfer aber auch deutlich, dass der Klassenerhalt nur durch mannschaftlichen Einsatz zu meistern ist – und diesem Kampf wollen sich die Vikings bis zum Ende der Saison stellen.

Am kommenden Freitag (9. November, 19 Uhr) empfangen die Düsseldorfer im heimischen Castello die DJK Rimpar Wölfe.

Tore für die Vikings: Gipperich (1), Hoße (6), Artmann (1), Pöter, Kozlina (1), Weis (1), Johnen, Coric (1), Handschke (1), Bahn, Predragovic (3), Oelze (2) und Middell (n.e.)

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Felix Handschke (HC Rhein Vikings)

Schlimmer hätte es für die Zweitliga-Handballer des HC Rhein Vikings wohl kaum kommen können: Im Duell gegen den Tabellenvorletzten unterlag das Zweitliga-Schlusslicht aus Düsseldorf deutlich mit 22:32. Damit trennen die Mannschaft von Interimstrainer Jörg Bohrmann nun acht Punkte vom rettenden Ufer.

Philipp Pöter (HC Rhein Vikings)

Die Negativserie der Zweitliga-Handballer vom HC Rhein Vikings setzt sich fort: Gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten DJK Rimpar Wölfe unterlagen die Düsseldorfer im heimischen Castello mit 20:21. Nach einem schwachen Beginn fehlten den Wikingern letztlich nur wenige Sekunden zu einem möglichen Punktgewinn.

Bergischer-HC-PK

Auf der Webseite der „Sportstadt Düsseldorf“, Unterabteilung des städtischen Event-Verwalters D-Live, sind die Handballer der Rhein Vikings derzeit prominent platziert. Das ist ein schöner, aber offenbar falscher Schein. Tatsächlich sind Düsseldorfs Handballer extrem schlecht auf D-Live-Chef Michael Brill und seine Marketeers zu sprechen. Anlass ist die aus Sicht der Handballvereine verfehlte Subventionierung eines „Nicht-Düsseldorfer-Vereins“. Konkret geht es um die Partie des Bergischen HC aus Solingen gegen den THW Kiel am 15. November im ISS Dome.

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