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Daniel Pankofer (HC Rhein Vikings)

Die Enttäuschung nach der knappen Derby-Niederlage war Daniel Pankofer (Bild) und seinen Teamkollegen ins Gesicht geschrieben.

Rhein Vikings: Düsseldorf gibt hitziges Derby aus der Hand (25:26)

Vor 1.009 Zuschauern unterlagen die Zweitliga-Handballer der HC Rhein Vikings am 27. Spieltag gegen Mitaufsteiger VfL Eintracht Hagen mit 25:26. Nach der bitteren Heimniederlage spitzt sich die Situation für die Rhein Vikings im Kampf um den Klassenerhalt weiter zu.

Aufsteiger liefern sich packendes Duell

„Über die ganze Spielzeit gesehen hätten wir heute mindestens einen Punkt verdient gehabt“, sagte Vikings-Trainer Ceven Klatt nach der Derby-Niederlage. Mit enttäuschten Blicken gingen die Düsseldorfer Schützlinge nach umkämpften 60 Minuten ohne Punkte vom Feld. Dabei ließen die Gastgeber den Ball in den Anfangsminuten gut durch die eigenen Reihen laufen und konnten nach 15 Minuten eine 7:6 Führung für sich verbuchen. Gegen die Gäste aus Hagen präsentierten sich die Vikings abgeklärt vor dem Tor.

Bennet Johnen (HC Rhein Vikings)

Bennet Johnen (mitte) wird am Kreis von zwei Hagenern gestoppt.

Eintracht Hagen hielt mit viel Herz dagegen und fand immer wieder die Lücken in der Düsseldorfer Deckung. Kurz vor der Halbzeitpause waren die Hausherren mit ihren Gedanken augenscheinlich schon in der Kabine und ließen gute Möglichkeiten vor dem gegnerischen Tor liegen. Auch der bis dahin sichere Vikings-Keeper Vladimir Bozic (5 Paraden) wackelte nun auf der Linie. Klatt reagierte und brachte Ersatztorwart Mikkel Moldrup, der gleich mit einer starken Parade auf sich aufmerksam machte. Hagen wusste diese Schwächephase der Gastgeber aber zu nutzen und ging vor dem Seitenwechsel in Führung (12:13).

Kämpfende Vikings werden nicht belohnt

Im zweiten Abschnitt verloren die Rhein Vikings dann den Faden: Nach zwei schnellen Treffern durch Niklas Weis und Alexander Oelze holten sich die Gastgeber die Führung wieder zurück (17:16). Doch rund 20 Minuten vor Spielende wollte bei den Düsseldorfern nichts mehr zusammenlaufen. Vikings-Trainer Klatt haderte mehrfach mit den Entscheidungen der Unparteiischen und tobte an der Seitenlinie – für die Emotionen abseits des Feldes sah er die gelbe Karte.

Niklas Weis (HC Rhein Vikings)

Nach der Pause wurde die Stimmung auf dem Feld hitziger.

Ohnehin entwickelte sich die Begegnung auch auf dem Feld zu einer hitzigen Angelegenheit. Immer wieder gerieten auch die Spieler verbal aneinander – den 1.009 Zuschauern im Castello war die Bedeutung dieser Partie schnell bewusst. Spielerisch behielt Hagen den kühleren Kopf und setzte sich 17 Minuten vor Ende mit drei Toren ab (18:21). Klatt nahm die nächste Auszeit um seine Mannschaft wachzurütteln. Mit Erfolg: Bis zum Schluss warfen die Düsseldorfer nochmal alle Kräfte in die Offensive. Plötzlich betrug der Rückstand vier Minuten vor Schluss nur noch einen Treffer (24:25). Wegen einer Zeitstrafe für den VfL agierte das Klatt-Team in den letzten 120 Sekunden in Überzahl. Doch auch das reichte nicht für den ersehnten Punktgewinn. Bei abgelaufener Spielzeit vergab Oelze per Freiwurf die letzte Chance auf den Ausgleich.

Alexander Oelze (HC Rhein Vikings)

Trotz neun eigener Treffer konnte Alexander Oelze (links) die Düsseldorfer Niederlage nicht verhindern.

„Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit"

Nach der vierten Niederlage in Folge spitzt sich die Lage im Kampf um den Klassenerhalt für die Rhein Vikings weiter zu. Vikings-Geschäftsführer René Witte erwartet einen Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde: „Wir müssen alle ruhig bleiben und von Spiel zu Spiel denken. Nach dem kommenden Auswärtsspiel in Hamm beginnen für uns die Wochen der Wahrheit.“

Am kommenden Samstag (24. März, 19:30 Uhr) treffen die Vikings auswärts auf den Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen.

Tore für die Vikings: Bahn (3), Weis (5), Oelze (9), Handschke (3), Coric, Pankofer (1), Aust (1), Artmann (1) und Johnen (2)

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