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Noch bis zum 11. April kann die Ausstellung besichtigt werden

Düsseldorf: Elly-Heuss-Knapp-Schule zeigt Ausstellung zu jüdischen Lebenswelten

Für die rund 3000 Schüler*innen und die 160 Lehrkräfte an der Elly-Heuss-Knapp-Schule gehört Vielfalt zum Alltag und ist Bestandteil der Schulphilosophie. Nicht nur das bereits 2016 erworbene Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist dafür ein Zeichen. Die Schule präsentiert immer wieder Ausstellungen, die das Anliegen unterstützen. Am Montag (25.3.) wurde die Wanderausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ eröffnet. Sie ist noch bis zum 11. April in der Aula der Schule zu besichtigen.

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Herbert Rubinstein neben Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Die Stühle bei der Ausstellungseröffnung am Montag wurden knapp, denn neben den Schüler*innen hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden. Vertreter der Jüdischen Gemeinde, der Stadtgesellschaft, von Wohlfahrtsverbänden und Politik waren der Einladung gefolgt.

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Volker Neupert beschrieb in seiner Begrüßung des besonderen Spirit an der Elly-Heuss-Knapp-Schule

Volker Neupert vom Netzwerk „respekt und mut“ begrüßte mit einem Gedicht der jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer und freut sich, die Ausstellung in einer so bunten und fröhlichen Schule wie der Elly-Heuss-Knapp eröffnen zu können. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Schulband „Shallow“.

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Wir leben Vielfalt an unserer Schule, betonte Ludger Traud (links am Pult)

Schulleiter Ludger Traud beschrieb die Philosophie der Schule „unsere Vielfalt, ihre Chance“. Man lege großen Wert darauf, die Schüler*innen nicht nur auf die Schulabschlüsse vorzubereiten, sondern auch die Vielfalt in der Schule zu leben. Er ist überzeugt: „Respekt kann man lernen und prägen“. Erst 2018 hat die Schule den Integrationspreis erhalten und am vergangenen Donnerstag (21.3.) waren selbstverständlich die Elly-Schüler*innen auf dem Schadowplatz beim Tag gegen Rassismus mit Aktionen dabei. Von den 3000 Schüler*innen der Schule seien nur zwei jüdischen Glaubens, aber die jüdische Kultur gehöre dazu und daher zeige man gerne die Wanderausstellung. „Die Ausstellung soll Freude bereiten, denn jüdisches Leben ist positiv und Bestandteil unserer Lebenswelt. Sie zeigt die kulturelle Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, denn die Nazis haben es nicht geschafft diese zu zerstören“, betonte Traud.

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Die Schulband "Shallow" begleitete die Ausstellungseröffnung musikalisch

Nachdem Oberbürgermeister Thomas Geisel Grußworte an die Anwesenden gerichtet hatte, sprach Herbert Rubinstein, Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf (GJZV). Er wies darauf hin, dass die Ausstellung Bestandteil des umfangreichen Programms der Jüdischen Kulturtage sei, die vom 28. März bis zum 14. April unter der Überschrift „Zuhause – Jüdisch. Heute. Hier“ viele Aktionen auch in Düsseldorf bietet.

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Auf 20 Tafeln wird ein Einblick in das Leben von dreizehn Juden und die Geschichte gewährt

Die Ausstellung

„Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ zeigt neben den Biografien verschiedener jüdischer Personen die deutsch-jüdische Geschichte auf und gibt Informationen über das Künstler-Kollektiv Migrantas. Auf Tafeln sind die Lebensläufe von Personen aufgezeigt, die in Deutschland geboren oder zugezogen sind oder nur für eine gewisse Zeit in Deutschland leben. Sehr verschieden ist ihr Umgang mit der jüdischen Identität: „Während einige den jüdischen Glauben für sich als konstitutiv ansehen und praktizieren, finden andere einen Zugang über die Tradition, Geschichte oder ein abstraktes Gefühl der Gruppenzugehörigkeit“, heißt es im Text zur Ausstellung. Den Besuchern der Ausstellungseröffnung wurden die Biographien von David und Shlomit mit kurzen filmischen Interviews gezeigt. Die Geschichtstafeln werfen Schlaglichter auf ausgewählte Ereignisse der jüdischen Geschichte. Das Künstler-Kollektiv Migrantas versucht durch Piktogramme „Zugehörigkeit“ und „Ausgrenzung“ nachzuzeichnen. Fragen wie „Und wann fahren Sie zurück nach Hause?“ schildern dabei die Situation von Migrant*innen und von Menschen, deren Familien seit Generationen in Deutschland leben. Die Ausstellung möchte die Besucher zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität anregen.

Noch bis zum 11. April kann die Ausstellung in der Aula der Elly-Heuss-Knapp-Schule, Siegburger Str. 137-139, 40591 Düsseldorf in der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr besucht werden.

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