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Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Florian Dirszus, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamtes, präsentierten die Zahlen fürs Schuljahr 2018/2019, Foto: Stadt Düsseldorf, David Young

Düsseldorf: Über 10.000 Kinder starten zum Schuljahresbeginn 2018/19 an einer neuen Schule

Nach den Sommerferien werden 5.600 i-Dötzchen ihren ersten Schultag an einer der Grundschulen erleben. Über 4.400 Kinder lassen die Grundschule hinter sich und wechseln auf die weiterführenden Schulen. Davon besuchen rund die Hälfte ein Gymnasium.

Erstklässler

Zur Halbzeit der Sommerferien gab Stadtdirektor Burkhard Hintzsche am Freitag (3.8.) einen Ausblick auf das neue Schuljahr. Rund 5.600 Düsseldorfer i-Dötzchen (Vorjahr 5.500) werden Ende August ihren ersten Schultag erleben. Etwas 5.250 Schulneulinge werden die städtischen Grundschulen besuchen. Rund 300 i-Dötzchen werden in die Japanische, Griechische, Waldorf- oder andere nicht städtische Grundschulen gehen. Von den Schulneulingen sind 115 Kinder noch nicht schulpflichtig, und werden von ihren Eltern auf Antrag vorzeitig eingeschult.

In den Grundschulen sichert die Stadt beim Offenen Ganztag (OGS) eine Versorgungsquote von 63 Prozent. Wegen der steigenden Nachfrage sind zum Schuljahresbeginn acht neue Gruppe eingerichtet worden. Insgesamt werden in Düsseldorf 14.600 Kinder im Rahmen der OGS in 584 Gruppen, davon 103 Ganztagsklassen, betreut. Darüber hinaus werden an den Grundschulen 2.323 Plätze in anderen Betreuungsformen angeboten. Dazu gehört neben einer Frühbetreuung, Silentien, Spätbetreuung und Ferienangeboten auch die Vor- und Übermittagsbetreuung bis 14 Uhr. Auch hier wurde das Angebot zum Schuljahr 2018/19 um neun Gruppen erweitert. Zählt man alle OGS-Plätze und die Plätze in der Vor- und Übermittagsbetreuung zusammen, bietet Düsseldorf eine Versorgungsquote von insgesamt 73 Prozent. Eine Ausweitung auf 80 Prozent wird derzeit erarbeitet.

Weiterführende Schulen

In den weiterführenden allgemeinbildenden städtischen Schulen werden nach aktuellem Stand zum neuen Schuljahr 4.428 Kinder in die Klasse 5 aufgenommen. Davon fanden 2.191 einen Platz an einem Gymnasium, 1.223 an einer Realschule, 759 an einer Gesamtschule und 255 Kinder an einer Hauptschule. Insgesamt 475 Viertklässler werden künftig nichtstädtische Düsseldorfer Schulen besuchen.

"Mit dem erneuten Anstieg der Schülerzahlen bestätigt sich der seit einigen Jahren zu verzeichnende positive Trend bei der Schülerentwicklung", so Stadtdirektor Hintzsche. Einzelne Schulen konnten aus Platzgründen nicht alle Anmeldungen annehmen. Sie wurden an anderen Schulen angenommen.

Durch die Wiedereinführung von G9 kommen auf die Stadt weitere Anforderungen zu. Denn die Verwaltung geht zunächst davon aus, dass alle 18 Düsseldorfer Gymnasien in G9-Gymnasien umgewandelt werden. Allerdings ist das noch nicht endgültig, da die Schulkonferenzen der Schulen einzeln darüber abstimmen werden.

Bereits jetzt laufen die Planungen, wie die Kapazitäten für das zusätzliche Schuljahr geschaffen werden können. Der zusätzliche Jahrgang tritt ein, wenn im Schuljahr 2023/2024 erstmals die 10. Klasse in der Sekundarstufe I verbleibt, statt in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe zu wechseln. Aufgrund der veränderten Klassenstärke in der Sekundarstufe I von 29 gegenüber der Kursstärke in der Sekundarstufe II von 19,5 ändern sich die Anforderungen an die Größe und die Anzahl der Unterrichtsräume.

Lediglich beim Max-Planck-Gymnasium und bei den bereits beschlossenen Bauvorhaben beim Gymnasium Grafental, Luisen-Gymnasium und Wim-Wenders-Gymnasium (Schmiedestraße) sowie dem Erweiterungsbau des Comenius-Gymnasiums werden die Kapazitäten auch bei G9 reichen. Bei allen anderen Gymnasien müsste ausgebaut werden, wobei bereits jetzt die Kapazitäten bei vielen Gymnasium absolut ausgereizt sind. Stadtweit muss wahrscheinlich mindestens ein neues Gymnasium errichtet werden. "Die Gesamtkosten aller baulichen Maßnahmen die aufgrund von G9 erforderlich sind, belaufen sich in Düsseldorf schätzungsweise auf mindestens 100 Millionen Euro", so Stadtdirektor Hintzsche.

Talentschulen

Das Ministerium für Schule und Bildung NRW startet einen Schulversuch, bei dem exemplarisch erprobt werden soll, wie die Entkoppelung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg an Schulstandorten mit besonderen Herausforderungen gelingen kann. Die am Schulversuch teilnehmenden Schulen sollen ein besonderes fachliches Förderprofil auf- oder ausbauen und erhalten zusätzliches Personal und Unterstützungsangebote. Die Auswahl der ersten "Talentschulen" erfolgt bis Ende Februar 2019. Eine Expertenkommission der Stadtverwaltung Düsseldorf prüft alle städtischen Schulen auf die Teilnahmevoraussetzungen.

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