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Am Humboldt-Gymnasium lernen die Kinder bereits mit Tablets

Düsseldorf investiert im großen Stil in die IT der Schulen

Auf Grundlage eines Medienentwicklungsplans (MEP) wird die Digitalisierung der Schulen in Düsseldorf voran getrieben. 100 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren für die IT-Ausstattung in den Schulen investiert werden. Neben flächendeckendem WLAN sollen moderne Endgeräte, Breitband, Visualisierungstechnik und eine ansprechende Lernumgebung zum Standard gehören. 22 Millionen Euro werden durch Mittel des Digitalpaktes des Bundes finanziert.

"Schon in den letzten Jahren haben wir in Sachen Digitalisierung unserer Schulen gute Arbeit geleistet. Mit dem Medienentwicklungsplan machen wir einen weiteren Riesenschritt. Alle Lehrenden und Lernenden in den Schulen unserer Stadt haben dann eine optimale und zeitgemäße Arbeitsumgebung," erklärte Oberbürgermeister Thomas Geisel am Mittwoch stolz.

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(v.r.) Oberbürgermeister Thomas Geisel und Schulleiter Volker Syring bei der Vorstellung des MEP am Humboldt-Gymnasium

Das Konzept des Medienentwicklungsplans soll die Grundlage für einen guten Standard an allen Schulen sorgen. Inhaltlich basiert der MEP auf vier Säulen: Pädagogik, Technik, Service/Support und Finanzen. Auf über 200 Seiten werden diese Themen im MEP ausführlich erläutert.

Pädagogische Arbeit

Der pädagogische Ansatz sieht neue Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung durch ein digitale Lernumgebung vor, die über den reinen Ersatz analoger Lehr- und Lernmittel hinausgehen. Daneben wird die Grundlage für die Nutzung digitaler Unterrichtsinhalte geschaffen. Diese sollen nicht nur in der Schule genutzt werden können, auch die Erledigung der Hausaufgaben, die Unterrichtsvorbereitung der Lehrkräfte und die Nutzung der Geräte an außerschulischen Lernorten soll ermöglicht werden. Die individuelle Lernentwicklung und die Medienkompetenz der SchülerInnen steht dabei im Fokus. Das pädagogische Konzept des MEP basiert auf den Medienkonzepten der einzelnen Schulen.

Moderne Endgeräte

Für fast 80.000 SchülerInnen und rund 5.000 Lehrkräfte sind derzeit an 152 Schulen bereits über 8.500 Tablets und etwa 12.000 PC im Einsatz. Ziel ist eine 1:1 Ausstattung mit modernen Endgeräten. Zwar verfügen alle Schulstandorte mittlerweile über flächendeckendes WLAN und Internetanschlüsse, die aber für die künftigen Anforderungen nicht ausreichend sind. Daher sollen alle Schulstandorte mit einem Breitbandanschluss und leistungsfähigem WLAN versehen werden. Die Steuerung wird über eine zentrale Lernumgebung, der sogenannte Düsseldorfer-Schul-Cloud gesteuert. Jeder Unterrichtsraum wird mit zeitgemäßer Visualisierungstechnik ausgerüstet. Der Service und Support soll durch externe IT-Fachkräfte erfolgen.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: "Mit dem zukunftsweisenden Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen nimmt die Landeshauptstadt Düsseldorf bundesweit eine Vorreiterposition ein. Erstmalig haben rund 80.000 Lernende und Lehrende die Möglichkeit, gemeinsam Lernplattformen zu nutzen. Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte partizipieren von dieser Entwicklung gemeinsam, und Schulen werden durch den MEP bei der Erstellung ihrer Planungen konzeptionell, personell und monetär unterstützt."

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