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Es soll nicht der neue Standard im Schulbau werden, betonen Florian Dirszus (Schulverwaltungsamt) und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, beim Termin im historischen Klassenzimmer in der alten Max-Schule

Düsseldorfer Schulen brauchen Platz für 10.000 neue Kinder

Nach den Sommerferien werden in Düsseldorf rund 10.000 Kinder neu in die erste oder fünfte Klasse eingeschult. Dabei beginnen 5700 ihre Laufbahn an der Grundschule und 4110 in der fünften Klasse einer weiterführenden Schule. Die Stadt arbeitet auch in den Ferien an den Schulorganisatorischen Maßnahmen (SOM), um allen Schülern Plätze anbieten zu können.

Grundschulen

Auch ohne die Zuwanderung von Flüchtlingskindern sind die Schülerzahlen in Düsseldorf steigend. Waren es im vergangenen Jahr 5300 i-Dötzchen, sind es in diesem Jahr 400 mehr. Die meisten von ihnen werden städtische Schulen besuchen. Daneben verteilen sich rund 400 Kinder auf die Japanische Schule, Griechische Schule, Waldorfschule oder Schulen außerhalb der Landeshauptstadt. Von den Schulneulingen werden 134 Kinder erst nach dem 1. Oktober sechs Jahre alt, sind also noch nicht schulpflichtig. Obwohl in einigen Stadtteilen die Plätze an Grundschulen knapp werden, wird die Verwaltung nicht spontan an neuen Standorten für Flüchtlingsunterkünfte neue Kapazitäten schaffen. Die Planung betrachten langfristig, wo Plätze benötigt werden, da die Unterkünfte zum Teil nur für ein Jahr am Standort bleiben.

Weiterführende Schulen

Die beliebteste Schulform bei den weiterführenden Schulen ist das Gymnasium. Fast die Hälfte der 4110 Kinder, die in die fünfte Klasse wechseln, werden ein Gymnasium besuchen (48,1 Prozent). 1130 Schüler werden nach der Grundschule an eine Realschule wechseln, 750 an eine Gesamtschule und 254 an eine Hauptschule. Dabei konnten nicht alle Schüler an die Schule ihrer ersten Wahl wechseln, einzelne Schulen mussten aufgrund der begrenzten Aufnahmekapazität Ablehnungen aussprechen. Die neue Gesamtschule an der Stettiner Straße wurde mit 104 neuen Schülern sehr gut angenommen und auch das Jüdische Gymnasium geht zum neuen Schuljahr an den Start. Das ursprünglich für den Sommer geplante neue Gymnasium an der Schmiedestraße in Oberbilk wird erst im kommenden Jahr Schüler aufnehmen.

Offene Ganztagsschule

In den 86 Grund- und drei Förderschulen bietet die Stadt die Betreuung im Rahmen Offenen Ganztagsschule (OGS) an. Damit können die Kinder auch nach dem Unterricht in 568 Gruppen - davon 104 Ganztagsklassen - mit 14.200 Plätzen, bis in den Nachmittag betreut werden. Dies geschieht in Kooperation mit Bildungsanbietern aus den Bereichen Sport, Spiel, Bewegung, und Kultur. Trotz steigenden Schülerzahlen will die Stadt diesen Umfang von 63 Prozent OGS-Plätzen halten.

Sporthallen

Für die steigenden Schülerzahlen wird die Stadt auch die Angebote an Sportflächen ausdehnen. Zwanzig neue Hallen sollen in den kommenden Jahren gebaut werden und nach dem Unterricht auch den Sportvereinen zur Verfügung stehen.

Karl-Sonnenschein-Schule, KGS Graf-Recke-Straße 153: 1-fach-Sporthalle

KGS Fleher Straße, Fleher Straße 213: 1-fach-Sporthalle

Schmiedestraße 25: 3-fach Sporthalle als Ersatz für eine 1-fach-Halle

Realschule Golzheim, aktuell: Tersteegen Straße 62: 2- oder 3-fach-Sporthalle

St. Apollinaris-Schule, Dependance Am Steinkaul: 1-fach-Sporthalle

Gymnasium Koblenzer Straße, Theodor-Litt-Straße 2: 3-fach-Sporthalle

Gesamtschule Stettiner Straße, Stettiner Straße 98: zwei 1-fach-Sporthallen

Grundschule Glasmacherviertel: 1-fach-Sporthalle

Gymnasium Heinzelmännchenweg: 3-fach-Sporthalle

Gesamtschule Pfaffenmühlenweg: 3-fach-Sporthalle

Die Sporthallen an der neuen Gesamtschule Stettiner Straße und am Gymnasium Koblenzer Straße sollen als erste bereits 2019 in Betrieb gehen.

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