Wirtschaft Bildung

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Die Eltern der Initiative „Gemeinsam Leben und Lernen Düsseldorf“ demonstrieren vor der Ratssitzung

Inklusion in Düsseldorf: Kostenübernahme für Integrationskräfte in der Ferienbetreuung scheitert an der Begrifflichkeit „Bildung“

Wann Bildung an Schüler/innen vermittelt wird und wann es sich um Freizeitaktivitäten handelt ist der Diskussionspunkt bei der Kostenübernahme für Integrationskräfte in der Ferienbetreuung. Betroffene Eltern demonstrierten deshalb am Donnerstag (25.6) vor dem Rathaus.

Am Freitag hat es für die Düsseldorfer Schüler Zeugnisse gegeben und damit starten die Sommerferien. In vielen offenen Ganztagsschulen (OGS) im Grundschulbereich finden aber auch während der Ferien Betreuungsprogramme statt. Ob dies Freizeitaktionen sind oder zum Bildungsprozess gehören, ist eine Definitionsfrage, die weitreichende Folgen haben kann.

Im Rahmen der Inklusion haben behinderte Kinder die Möglichkeit neben den Förderschulen auch normale Grundschulen zu besuchen. Je nach Grad der Behinderung wird dem Schüler/der Schülerin beim Besuch der Regel-Grundschule ein Integrationshelfer zur Seite gestellt. Dieser ist nur für ein Kind zuständig und begleitet und unterstützt es während des Schultages. Dies geschieht auch beim OGS-Besuch am Nachmittag. Die Teilnahme am OGS-Ferienprogramm soll aber laut dem Amt für Soziale Sicherung und Integration nicht zum Bildungsprozess gehören und so werden die Kosten für Integrationskräfte nicht übernommen.

Eltern fühlen sich von Stadt behindert

Unverständlich für die Eltern. Der Verein „Gemeinsam Leben und Lernen Düsseldorf“ hat die aktive Umsetzung von Werten und Überwindung aller Formen von Ausgrenzung zum Ziel. Die Gruppe demonstrierte am Donnerstag (25.6.) vor der Rathaus, um die Problematik deutlich zu machen. Inklusion und damit die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonventionen in allen Bereichen des städtischen Lebens soll in Düsseldorf selbstverständlich werden, erläuterte Heike Götz vom Verein report-D. Sie war am Donnerstag (25.6.) auf der Besuchertribüne des Plenarsaals im Rathaus, und verfolgte die Ratssitzung, bei der auf Antrag der CDU, der Ampel und der Linken die Frage der Kostenübernahme diskutiert wurde.

Stadtrat spricht sich für Kostenübernahme aus

Der Antrag wurde fraktionsübergreifend gestellt und so beschloss der Rat einstimmig die Regelung zur Kostenübernahme in der OGS-Ferienbetreuung erst zum 1. Oktober anzuwenden. Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales und im Schulausschuss soll die Kostenfrage noch näher untersucht werden.

Verwaltung reagiert schnell

Damit steht der Kostenübernahme für diese Sommerferien nichts mehr im Weg. Die Verwaltung reagierte sehr schnell, Heike Götz erhielt am Freitag (26.6.) die Zusage, dass die Integrationskraft für ihr Kind auch in den Ferien bezahlt wird.

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