Wirtschaft Gewerkschaften

geld_HenryCzauderna_Fotolia_1492012

Die meisten Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf Weihnachtsgeld. Es darf nicht einfach so gestrichen werden - sagt der DGB Düsseldorf

DGB Düsseldorf: „Beim Weihnachtsgeld nicht über den Tisch ziehen lassen!“

Beim DGB Düsseldorf gehört die Frage zum Advents wie das Lebkuchenherz: Ist eine Kürzung oder Streichung des Weihnachtsgeldes rechtlich zulässig? Die Düsseldorfer DGB-Chefin Sigrid Wolf sagt ganz klar: „in der Regel nicht!“ Aber es kommt natürlich auf den Einzelfall an.

„Wichtig ist, dass das Weihnachtsgeld den Beschäftigten grundsätzlich nicht wegen Unzufriedenheit über deren Arbeitsleistung gekürzt oder ganz gestrichen werden darf. Es gilt: Eine Zahlung von Weihnachtsgeld nach Gutdünken des Arbeitgebers hat das Arbeitsgericht Kiel als nicht zulässig gewertet. Ohne sachlichen Grund darf ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer nicht vom Weihnachtsgeld ausnehmen, auch wenn diese Gratifikation freiwillig gezahlt wird‘‘, so Sigrid Wolf weiter.

Auszahlung nicht nach Gutdünken

Ein einfacher Aushang am Schwarzen Brett – „In diesem Jahr – kein Weihnachtsgeld“ – muss von den Beschäftigten nicht hingenommen werden. Teilzeitkräfte haben gemäß ihrem Einsatz einen anteiligen Anspruch auf Weihnachtsgeld. Sollte die Sonderzahlung vor dem Fest gar im Tarifvertrag festgeschrieben sein – bei manchen Branchen ist der Fall - darf kein Arbeitgeber die Auszahlung einseitig aussetzen. Und: Als sich ein Unternehmen weigerte, einer Frau im Erziehungsurlaub Weihnachtsgeld zu zahlen, beging es nach Meinung von Richtern eine laut EU-Recht verbotene Diskriminierung.

Auch die meisten Erkrankten haben Anspruch auf Weihnachtsgeld

Auch Erkrankte haben Anspruch auf Weihnachtsgeld, sofern der Arbeits- oder Tarifvertrag nicht eine Kürzung bzw. einen Wegfall vorsieht.
In Zweifelsfällen hilft der DGB, der Betriebsrat oder als ein Gewerkschaftsmitglied im Betrieb. Weitere Informationen zum Thema Weihnachtsgeld gibt ein DGB-Ratgeber, der kostenlos bei der DGB-Region Düsseldorf – Bergisch Land angefordert werden kann: per E-Mail unter duesseldorf@dgb.de.

Zurück zur Rubrik Gewerkschaften

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Gewerkschaften

wohnungsbau_07012015_articleimage

Der DGB fordert die Düsseldorfer Bauverwaltung auf, die „Richtlinie zur Anpassung des preisgedämpften Wohnungsbau“ der Realität anzupassen. „Ein preisgedämpfter Quadratmeterpreis von 9,60 Euro Nettokaltmiete entspricht bei weitem nicht den durchschnittlichen Einkommensverhältnissen der Bürgerinnen und Bürger in der Landeshauptstadt“, sagte die Düsseldorfer DGB-Chefin Sigrid Wolf.

verdi_streikende_articleimage

Seit Dienstag (24.10.) sind die Beschäftigten der Universitätsklinik Düsseldorf (UKD) und der Tochterfirmen im Streik. 48 Stunden dauert der Warnstreik, mit dem die Klinikleitung zu Verhandlungen mit der Gewerkschaft bewegt werden soll, um eine Entlastung des Pflegepersonals zu erreichen. Die Klinik sieht sich nicht in der Pflicht zu verhandeln, da die Tarifverträge zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder ausgehandelt werden. Ver.di besteht auf eigenen Gesprächen und war damit bei bundesweit allen anderen städtischen Kliniken bereits erfolgreich.

verdi_streikende

Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Düsseldorfer Unikliniken zum Warnstreik aufgerufen. Er beginnt am Dienstag, 9. Oktober, um 6 Uhr früh und soll 48 Stunden dauern. Wie Mitte September reagierte die Klinikleitung mit äußerstem Unverständnis auf die Forderungen der Belegschaft. Medizinisch nicht notwendige Operationen am Dienstag und Mittwoch wurden verschoben.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D