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Im Streik der Eibahngewerkschaft EVG könnte am Montagmorgen (10.12.) Nordrhein-Westfalen ein Schwerpunkt sein. Bahn-Pendler sollten mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen.

Düsseldorf Bahn-Streik: Zugausfälle und Verspätungen für Montagmorgen (10.12.) befürchtet

AKTUALISIERT 10.12. 10 Uhr | Bis in den Montagnachmittag (10.12.) hinein muss mit Verspätungen und Zug-Ausfällen im Bahnverkehr gerechnet werden. Zwar ist der Streik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, EVG, offiziell seit 9 Uhr beendet. Die Züge rollen wieder. Bis die Fahrpläne im Fern- und Regionalverkehr eingetaktet sind, wird es jedoch noch eine ganze Weile dauern. Aufs Auto ausweichen klappte nicht. Auf den nordrhein-westfälischen Straßen meldete die Polizei am Montagmorgen mehr als 440 Kilometer Stau. In Mönchengladbach wird ab Montagnachmittag, 15 Uhr, die Innenstadt geräumt, weil dort ab 20 Uhr eine Weltkriegsbombe entschärft werden soll. Davon betroffen ist auch der Hauptbahnhof von Mönchengladbach.

AKTUALISIERT 10.12. 08:00 Uhr | Eine lange Schlange vor dem Informationsschalter in der Haupthalle, auf der blauen großen Anzeigetafel Verspätungen bis zu 300 Minuten: Der Bahnstreik hat den Düsseldorfer Hauptbahnhof mit voller Wucht getroffen. Und auch an den S-Bahnhöfen der Stadt rollt nichts. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist bundesweit eingestellt. Der Regionalverkehr in NRW ist komplett eingestellt, teilte ein Bahnsprecher um 8 Uhr mit. Da auch Stellwerke vom Ausstand betroffen sind, gibt es kaum Unterschiede zwischen Privatbahnen und DB-Zügen. Viele Bahnkunden sind sauer - nicht wegen des Streiks an sich, sondern weil die Bahn-App signalisiert hat , dass mehr Züge fahren als sie es tatsächlich tun. Unerschütterliche Optimisten sehen es als gutes Zeichen, dass die Verspätungsangaben in den zweistelligen, manchmal einstelligen Bereich sinken. Wann immer die Ankunft oder Abfahrt eines Zuges angesagt wird, setzt sich eine große Gruppe von Pendlern in Richtung des Bahnsteigs in Bewegung. Ein DB-Mitarbeiter sagte, auch wenn der Streik um neun Uhr beendet ist, werde es Stunden dauern, bis der Bahnbetrieb wieder normal läuft.Bahn-Pendler aus und nach Düsseldorf müssen sich am Montagfrüh (10.12.) auf Zugausfälle einstellen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, EVG, hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn abgebrochen und Arbeitskampfmaßnahmen angekündigt. Manche Medien berufen sich auf einen EVG-Sprecher mit dem Hinweis, Nordrhein-Westfalen könnte dabei ein Schwerpunkt sein. Geplant seien Streikmaßnahmen in der Zeit zwischen 5 und 9 Uhr am Montag.

Mehr Details zu den bundesweit ausgerufenen Streikmaßnahmen haben derzeit eher den Charakter von Gerüchten. Seitens der EVG heißt es, der Ausstand werde S-Bahnen, den Regional-, den Fern- und den Güterverkehr betreffen. Die Deutsche Bahn habe laut Medienberichten die Zugbindung für Inhaber von Flexpreis- und Spartickets mit Datum Montag (10.12.) aufgehoben. Somit sei es möglich, eine Reise bereits am Sonntag (9.12.) anzutreten.

Darum geht's

Die EVG hatte am Samstag (8.12.) die Tarifverhandlungen abgebrochen. Sie fordert 7,5 Prozent mehr Entgelt für die rund 160.000 Beschäftigten der Bahn. Die Deutsche Bahn gibt an, zuletzt 6,7 Prozent mehr Geld geboten zu haben. Dies kontert die EVG mit dem Hinweis auf die damit verbundene, lange Laufzeit von 29 Monaten. Dadurch würde die Lohnsteigerung bei unter drei Prozent liegen. Die Gewerkschaft der Lokführer will die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn am Dienstag (11.12.) fortsetzen.

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