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Ihren Unmut machten die Streikenden vor dem Landtag deutlich

Düsseldorf: Kommt Bewegung in den Streik am UKD?

Rund 500 Demonstranten machten am Donnerstag (12.7.) vor dem Düsseldorf Landtag deutlich, dass die Belastungsgrenze der Beschäftigten an der Uni-Klinik überschritten ist. Am 13. Streiktag forderten sie erneut die Landesregierung auf, endlich aktiv zu werden und für mehr Entlastung bei den Mitarbeitern zu sorgen. Denn die Streikenden fordern nicht mehr Geld, es geht ihnen um Entlastung durch mehr Personal, damit die Patienten ordentlich versorgt werden.

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Niko Köbbe (li.) stellte zwei Mitarbeiter der Kliniken Essen und Düsseldorf vor, die von ihrem ARbeitsalltag berichteten

„Mehr Personal jetzt – per Gesetzt“ stand auf einem großen Banner und forderte die Landespolitiker auf, endlich aktiv zu werden. Erst in der vergangenen Woche hatten die Streikende vor dem Wissenschaftsministerium von Isabel Pfeiffer-Poensgen demonstriert. Doch Unterstützung gab es keine, man wolle sich neutral verhalten, hieß es von den Mitarbeitern.

Lösungen statt Schuldzuweisungen

Das war den unzufriedenen Mitarbeitern der Unikliniken Essen und Düsseldorf zu wenig. Gerne hätten sie während ihrer Demo vor dem Landtag mit Abgeordneten aller Parteien gesprochen, doch die wenigsten suchten das Gespräch. Solidarisch zeigte sich Christina Weng, MdL der SPD, und ehemalige Personalratsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken in Minden-Lübbecke, die die Situation in den Kliniken aus eigener Erfahrung kennt.

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Anja Weber kritisierte: Krankenhäuser dürften keine Demokratiefrei Zone sein

Lauten Applaus erhielten die ver.di-Organisatoren, als sie einen Brief eines Arztes vom UKD vorlasen, der sein Verständnis zum Streik bekundete und die Beschäftigten bestärkte, weiter für eine gute Lösung zu kämpfen. Zu den Streikenden vor dem Landtag sprachen Anja, Weber, die DGB-Vorsitzende für NRW, und Knut Gießler, Landesbezirksleiter IG Metall NRW. Sie versicherten die Unterstützung der ganzen Gewerkschaftsfamilie, die sich nicht spalten lasse und durch ihren großen Zusammenhalt bereits in der Vergangenheit große Erfolge erzielt hat. Sie kritisierten ebenfalls die Politiker, die durchaus die Möglichkeit hätten sich an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu wenden und Entlastung zu verlangen. Bisher hätten sie sich auf Sonntagsreden beschränkt, nun sei aber Handeln gefordert.

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Rund 500 Demonstranten hörten die Rede von Knut Gießler

Ergebnis beim Gespräch mit der TdL?

Gespannt blickten die Streikenden am Donnerstagnachmittag Richtung Berlin. Denn dort trafen sich die Vertreter der TdL, die Klinikvorstände und ver.di-Chef Frank Bsirske, um eine weitere Vorgehensweise zur Konfrontation zwischen ver.di und dem UKD-Vorstand zu diskutieren. Offenbar kommt leichte Bewegung in die Sache, die Gewerkschaft wollte mit ihrer Stellungnahme aber bis Freitagmorgen warten.

Selbst wenn nun die Gespräche wieder aufgenommen werden, bedeutet das noch nicht ein Ende des Streiks. Dafür müssten konkrete Zusagen seitens des UKD-Vorstand erfolgen.

Solidarität mit der Streikenden bei real

Für die Streikenden am UKD geht es am Freitag zu einer Solidaritätsaktion. Denn das Warenhaus real wird bestreikt und eine UKD-Abordnung unterstützt den Demozug von der Dieselstraße zur Metro-Zentrale.

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