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Viele Musiker und Künstler stehen komplett ohne Einnahmen da, denn Veranstaltungen und Events dürfen nicht stattfinden

Düsseldorf: Protest von Solo-Selbständigen vor dem NRW-Wirtschaftsministerium

Mit Musik und löchrigen Rettungsschirmen demonstrierten am Donnerstag (4.6.) rund 20 Solo-Selbständige vor dem NRW-Wirtschaftsministerium an der Berger Allee in Düsseldorf. „Mein Betrieb bin ich“ propagieren sie und kritisieren, dass sie akut unter der Corona-Krise leiden, da große Teile ihrer Einkommen weggefallen sind und die Soforthilfe nicht für den Lebensunterhalt verwendet werden darf.

Die Demonstration wurde mit strengen Hygiene- und Abstandsvorgaben belegt und die Polizei hatte am Donnerstag vor dem Wirtschaftsministerium an der Berger Allee ein Auge auf die Einhaltung. Nur zwanzig Personen waren zugelassen, aber alle, die nicht persönlich kommen durften, hatten ihren Unmut auf bunte Zettel geschrieben, die mahnend an Papp-Säulen angebracht waren.

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Ein Statement der Solo-Selbständigen: „Mein Gehirn ist meine Lagerhalle“

Organisiert hatte den Protest die Gewerkschaft ver.di. Christof Büttner, Landesfachbereichsleiter Medien in ver.di NRW erklärte: „‘Mein Betrieb bin ich‘ bedeutet, dass viele Soloselbstständige kaum klassische betriebliche Ausgaben vorweisen können, aktuell aber zeitgleich viele Einnahmen wegbrechen. In der Corona-Krise führt das häufig dazu, dass die Kolleginnen und Kollegen auf staatliche Unterstützung unter der Berücksichtigung von Lebensunterhaltungskosten angewiesen sind. Eine reine Soforthilfe für kleine Unternehmen reicht nicht aus. Hartz IV darf nicht die einzige Lösung bleiben, wenn die für März und April beschlossenen Zahlungen aufgebraucht sind.“

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Rund 36.000 Selbständige sind deutschlandweit bei ver.di im Bereich Medien, Kunst und Industrie organisiert

Die Demonstranten untermalten die Situation mit löchrigen Sonnen- und Regenschirmen, unter denen sie symbolisch Schutz suchten. Musiker spielten den Abgesang „Das letzte Gefecht“ und in zahlreichen Redebeiträgen schilderten die verschiedenen betroffenen Berufsgruppen ihre Not. Sie forderten eine Verlängerung der Soforthilfe und die darin enthaltene Berücksichtigung von Lebensunterhaltungskosten.

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