Wirtschaft Gewerkschaften

verdi_streikende_articleimage

Für Dienstag sind die Landesbeschäftigten zum Streik aufgerufen

Düsseldorf: Ver.di ruft am Dienstag die Landesbediensteten zum Warnstreik auf

Die Verhandlungsrunde der Tarif- und Besoldungsrunde der Länder ist am Donnerstag (7.2.) gescheitert. Die Gewerkschaft ver.di fordere nach Empfinden der Arbeitgeber zu viel, dies sei nicht finanzierbar, kommentierten die Länder. Um Druck auf die Arbeitgeberseite auszuüben, hat die Gewerkschaft ihre Mitglieder für Dienstag (12.2.) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Beteiligen werden sich Beschäftigte des Universitätsklinikums (UKD), der Heinrich-Heine-Universität (HHU), der Hochschule Düsseldorf (HSD), des Landesbetrieb IT.NRW, der Bezirksregierung Düsseldorf, des Landesamts für Besoldung und Versorgung und der Ministerien für Arbeit, Gesundheit und Soziales, des Inneren und für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

Die Gewerkschaftler sind enttäuscht, dass die Arbeitgeber so wenig auf ihre Forderungen eingegangen sind. Neben einer Lohnerhöhung um sechs Prozent, mindestens 200 Euro, fordert ver.di die zusätzliche Erhöhung der Pflegetabelle um 300 Euro sowie die Anhebung des Samstagszuschlags auf 20 Prozent und mehr Zusatzurlaub für Wechselschichtkräfte in den Kliniken. Auszubildende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen und eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung. Alle Vereinbarungen sollten zeit- und wirkungsgleich auf Beamte übertragen werden.

D_Verdi_Preifer_08022019

Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, fordert Entgegenkommen der Arbeitgeber

Die Arbeitgeber vertreten die Auffassung, dass diese Lohnforderungen unfinanzierbar seien. Ver.di betont, es gelte Anschluss an die Entwicklungen bei den Kommunen und beim Bund sowie an die Tariflohnentwicklung der Gesamtwirtschaft zu halten. Nur so könnten Länder weiter attraktiv für Arbeitnehmer sein und hätten eine Chance im Wettbewerb um Fachkräfte.

Die Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten in Düsseldorfer Landesdienststellen sind am Dienstag (12.2.) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dazu gehören neben dem UKD, der HHU und der HSD, die Landesbehörden. Die Beschäftigten in den weiteren Düsseldorfer Landesdienststellen und die Beamtinnen und Beamten der Kommune und das Landes sind eingeladen, sich in der Mittagspause an der Kundgebung am Johannes-Rau-Platz zu beteiligen.

Treffpunkt ist am Dienstag am Townhouse, Bilker Straße 36, 40213 Düsseldorf. Dort sammeln sich die Streikenden zum Demonstrationszug, der um 9:30 Uhr über die Route: Bilker Str., Schwanenmarkt, Haroldstraße, Elisabethstraße, Fürstenwall, Neusser Straße bis zum Johannes-Rau-Platz führt. Dort beginnt um 11 Uhr die Kundgebung.

Zurück zur Rubrik Gewerkschaften

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Gewerkschaften

D_AWO_Streik_oben_29012019

In den Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitgebern der AWO NRW und der Gewerkschaft ver.di wurde in der vierten Runde ein Ergebnis erzielt. Wenn die Tarifkommission zustimmt, erhalten die Beschäftigten 7,6 Prozent mehr Lohn, die praxisintegrierte Erzieher*innenausbildung wird tarifvertraglich geregelt und für Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschulen soll es eine Zulage geben.

D_Demo_Buehne_26022019

Nach Angaben der Gewerkschaften versammelten sich am Dienstag (26.2.) mehr als 10.000 Streikende aus ganz Nordrhein-Westfahlen vor dem Landtag in Düsseldorf. Sie alle sind Beschäftigte des Landes in Kliniken, bei der Polizei, in Bildungseinrichtungen und Ämtern. Mit ihrem Warnstreik wollen sie ein deutliches Zeichen in Richtung Potsdam schicken, wo am 28. Februar die Tarifverhandlung der Länder mit den Arbeitgebern der Tarifgemeinschaft der Länder fortgesetzt wird.

D_Verdi_Vers_12022019

Die Gewerkschaft ver.di hatte am Dienstag (12.2.) die Landesbediensteten zum Warnstreik aufgerufen. Im Townhouse an der Bilker Straße trafen sich am Morgen mehrere Hundert Streikende, um dann mit einem Demonstrationszug zum Johannes-Rau-Platz zu ziehen. Besonders die Auszubildenden des UKD setzten sich unter der Überschrift „Krankenhaus ist kein Karneval“ mit Kostümen und Konfetti für bessere Entlohnung ein.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D