Wirtschaft Gewerkschaften

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(v.l.) Jörg Junkermann (Betriebsrat Rheinbahn), Uwe David (Betriebsratsvorsitzender Rheinbahn), Ifran Özsoy (Straßenbahnfahrer), Manfred Heyer (Busfahrer), Andreas Wilden (Vertrauensleutesprecher), Klaus Klar (Vorstand und Arbeitsdirektor Rheinbahn) und Stephanie Peifer (Geschäftsführerin ver.di Bezirk Düsseldorf)

Gewerkschaft ver.di war erfolgreich im Kampf für unbefristete Arbeitsplätze in Düsseldorf

Als die Gewerkschaft ver.di 2012 ihre Kampagne „Wir sind gekommen um zu bleiben“ startete ging es ihr darum, dass eine Vielzahl von Mitarbeitern nur befristete Verträge erhält, obwohl eine Probezeit von sechs Monaten für den Arbeitgeber zur Feststellung der Eignung ausreichend sein müsste.

Die Stadtverwaltung Düsseldorf macht es genauso wie die Rheinbahn, die AWO oder andere Firmen. Bei der Neueinstellung werden den Mitarbeitern befristete Arbeitsverträge angeboten. Stephanie Peifer und ihre Kollegen von ver.di nennen dies „sachgrundlose Befristungen“, denn die Arbeitgeber hätten in der gesetzlichen Probezeit von sechs Monaten durchaus die Möglichkeit festzustellen, ob ein Mitarbeiter passt. Für die Mitarbeiter bedeute die Befristung eine fortdauernde Unsicherheit um ihren Arbeitsplatz und machte Zukunftsplanung unmöglich. Die Gewerkschaft hat mit ihrer Kampagne „Wir sind gekommen um zu bleiben“ Gespräche mit Personalräten, Aufsichtsräten und Arbeitsdirektoren geführt und verzeichnet nun die ersten Erfolge.

Rheinbahn entfristet Verträge

Bis Oktober 2015 wurden alle Arbeitsverträge bei der Rheinbahn schrittweise entfristet. Bei Oberbürgermeister Thomas Geisel hat die Gewerkschaft erreicht, dass bei den Erziehern und Kinderpflegern das unbefristete Arbeitsverhältnis ist nun wieder die Regel ist. Auch Sozialarbeiter im Bezirkssozialdienst werden zur Verringerung der Fluktuation und Sicherheit für die Betroffenen vorrangig unbefristet eingestellt.

Doch nicht alle Ziele wurden bereits erreicht. Im Berufsbildungszentrum der AWO (BBZ) sind zum Schuljahreswechsel die Erzieher im Bereich offene Ganztagsschule (OGS) entfristet worden, aber nicht die Ergänzungskräfte.

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