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Ver.di-Warnstreik an der Einfahrt zur Müllverbrennung: Es geht um mehr Geld im öffentlichen Dienst und den Schutz der Altersvorsorge. In der Mitte: ver.di-Geschäftsführerin Stephanie Peifer

Warnstreik an der Düsseldorfer Müllverbrennung: „Nadelstiche“ gegen öffentliche Arbeitgeber

Als „notwendige Nadelstiche“ bezeichnet die Düsseldorfer ver.di-Geschäftsführerin Stephanie Peifer die in dieser Woche in Düsseldorf geplanten Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Am Dienstag protestierte mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen an der Einfahrt zur Müllverbrennungsanlage in Düsseldorf Flingern. Dadurch kam es zu einem Rückstau, der den Verkehr lahm legte. In der kommenden Woche (11./12. April) gehen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen in die zweite Runde.

Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di, fordert sechs Prozent Gehaltserhöhung und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem will die Gewerkschaft „sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen“ abschaffen und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden regeln.
Besonders erzürnt kommentierten die Streikenden den von den öffentlichen Arbeitgebern offenbar geplanten Eingriff in die Altersvorsorge des Öffentlichen Dienstes. Die Arbeitgeber hatten ihrerseits in der ersten Tarifrunde kein Angebot vorgelegt.
Nach dem ersten Warnstreik bei der Müllverbrennungsanlage werden in dieser Woche in Düsseldorf noch weitere Warnstreiks und Protestaktionen folgen: Am Mittwoch, 6. April im LVR-Klinikum und der Stadtverwaltung, am Donnerstag, 7. April bei der Deutschen Oper.

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Der Warnstreik am Eingang der Müllverbrennung sorgte für einen Rückstau auf den umliegenden Straßen

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