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Die Lage am Düsseldorfer Arbeitsmarkt bewertet der Chef der Agentur für Arbeit sehr positiv

2018 war ein positives Jahr für den Düsseldorfer Arbeitsmarkt

„2018 war ein herausragendes Jahr für den Arbeitsmarkt – auch in Düsseldorf“, erklärt Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit, bei seinem jährlichen Arbeitsmarktrückblick. „Es waren über 10.000 Menschen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt mit 6,7 Prozent deutlich unter den Vorjahren. Es konnten aufgrund der guten Beschäftigungsmöglichkeiten enorme Fortschritte beim Abbau der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit erzielt werden.“

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält mittlerweile seit dem Jahr 2011 an. 419.244 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gibt es aktuell in Düsseldorf, was einer Steigerung von 2,5 Prozent zu 2017 entspricht. Besonders ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fanden einen Arbeitsplatz, was sich durch den Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 10,3 Prozentpunkten darstellt. Die Teilzeitbeschäftigung stieg verhältnismäßig stark an, was aber nicht zu Lasten der Vollzeitbeschäftigung ging.

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Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit, blickt zufrieden auf das Jahr 2018 zurück

Viele Arbeitssuchende fanden Stellen im Handel, in der Immobilienwirtschaft und wirtschaftlichen Dienstleistungsbereichen. In den Finanzdienstleistungen ging die Beschäftigung deutlich zurück. „Laut unserem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gibt es derzeit keine Hinweise, dass das Beschäftigungswachstum abreißen wird. Wir gehen jedoch von einem gebremsten Wachstum aus“, beschreibt Roland Schüßler die Entwicklungserwartung für 2019.

Die Arbeitslosigkeit sank in 2018 deutlich, was sich auch bei Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen positiv auswirkte. Durchschnittlich waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Düsseldorf 22.576 Menschen zeitgleich arbeitslos gemeldet, darunter 1.419 junge Menschen unter 25 Jahren und 7.949 Langzeitarbeitslose.

Die Anforderungen der Unternehmen in den Stellenangeboten steigen zunehmend, der Bedarf an Fachkräften ist groß. Ein wichtige Herausforderung ist es daher arbeitslose Menschen fit für die Zukunft zu machen und sie zu qualifizieren. „Je mehr Arbeitslose die Chance haben, einen beruflichen Abschluss zu erwerben, desto stabiler wird der Arbeitsmarkt in Düsseldorf auch in Zukunft sein. Das Qualifizierungschancengesetz, das auch die Weiterbildung von beschäftigten Arbeitnehmern vorsieht, bietet hier in 2019 zusätzliche Möglichkeiten“, erklärt Schüßler. „Wichtig ist es, dass die Unternehmen in Düsseldorf aufgeschlossen sind für Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit kommen“. Das seit 2019 geltende Teilhabechancengesetz regelt, dass Langzeitarbeitslosen neue Jobs angeboten werden können. Kommt es zu einer Anstellung, wird die Beschäftigung in den ersten zwei Jahren mit bis zu 100 Prozent der Übernahme der Lohnkosten gefördert. „Die neu eingestellten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können in den Teams einfache Aufgaben übernehmen und somit die Kolleginnen und Kollegen entlasten. Die Fachkräfte können sich also stärker den Aufgaben widmen, die ein hohes Fachwissen erfordern“, beschreibt Roland Schüßler die Vorteile.

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