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Niedrigere Zinserträge trübten das Geschäft der Stadtsparkasse Düsseldorf, aber der Gewinn lag trotzdem bei 71 Millionen Euro

Die Bilanz der Stadtsparkasse Düsseldorf für das Jahr 2018

Bei ihrer Bilanzpressekonferenz am Dienstag (19.3.) zeigten sich die Vorstände der Stadtsparkasse Düsseldorf zufrieden mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr. Die Summe der Neukredite knackte erstmals die zwei Milliardenmarke, ein voraussichtlicher Gewinn vor Steuern in Höhe von 71 Millionen Euro und steigende Kundenzahlen sorgten für entspannte Gesichter in der Chefetage.

Die Zahlen

Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Düsseldorf, trug am Dienstag (19.3.) die Geschäftszahlen ihrer Bank bei der Bilanzpressekonferenz vor: Zwar lag das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 80,2 Millionen Euro unter dem des Vorjahres, aber durch erste Erfolge der Kosteninitiative und Einmaleffekte konnte der Gewinn vor Steuern auf 71 Millionen Euro gesteigert werden. Damit darf sich die Stadt Düsseldorf wieder über eine Ausschüttung freuen. Über die Höhe sagte Göbel noch nichts, die wird der Verwaltungsrat im Juni entscheiden. „Wir werden nicht enttäuschen“ schmunzelte die Sparkassenchefin. Nach einer Ausschüttung von 12,8 Millionen in im vergangenen Jahr, dürfte sich der Betrag in ähnlicher Höhe bewegen.

Für den Gewinn ist unter anderen das deutliche gestiegene Kreditgeschäft verantwortlich. Die Summe der Kreditneuvergabe stieg mit 2,3 Milliarden Euro auf einen neuen Rekord. Da die Situation durch den Leitzins von null Prozent das Zinsergebnis negativ beeinträchtigt (Zinsüberschuss sank von 223,7 Millionen Euro in 2017 auf 196,5 Millionen Euro in 2018), hält die Sparkasse weiter an ihren Kostensenkungskurs fest. Die Bilanzsummer der Stadtsparkasse Düsseldorf beträgt 11.550 Millionen Euro.

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Sie blicken auf ein gutes Geschäftsjahr zurück (v.l.): Dr. Stefan Dahm, Karin-Brigitte Göbel, Dr. Michael Meyer und Uwe Baust, Foto: SSK

Filialschließungen und Stellenabbau

Waren er vor vier Jahren noch über 60 Geschäftsstellen, in denen die Kunden persönlich bedient wurden, schrumpft die Zahl in diesem Jahr auf die Hälfte. Um die Kunden zu erreichen, die nun keine Sparkasse mehr in ihrer Nähe haben, werden ein Sparkassenmobil acht Standorte anfahren. Aktuell werden mit den Bezirksvertretungen und Händlern abgestimmt, wo und wann diese erreichbar sind, betonte Dr. Michael Meyer. Im Zuge der Standortreduzierungen werden die Mitarbeiter des Hauses „Am Albertussee“ in die Zentrale an der Berliner Allee umziehen, die dafür gerade umgebaut und optimiert wird. Der sozialverträglichen Stellenabbau läuft durch Altersteilzeit und Ruhestand weiter. Von 1934 Mitarbeitern Ende 2017 reduzierte sich die Zahl bis Ende 2018 bereits um 110 Köpfe. Bis zum Jahr 2022 sollen weitere folgen, Ziel ist eine Personalstärke von rund 1500 Mitarbeitern.

Steigerung der medialen Angebote

Aber die Schließung von Filialen und der Personalabbau geht einher mit dem Aufbau von medialen Angeboten für die Kunden, betonte Göbel. Man stelle sich aus Kundensicht neu auf und der digitale Trend veränderte das Kundenverhalten stetig. Über die Hälfte der 178.000 Girokonten werden bereits online geführt und die Bank erwartet bis 2025 einen Anstieg auf 75 Prozent. Wer keinen Computer hat, könne viele Bankgeschäfte telefonisch erledigen, was immer mehr Zuspruch findet, betont Privatkundenvorstand Dr. Michael Meyer. Rund 3000 Anliegen werden so bereits jetzt an einem Werktag betreut und davon 90 Prozent abschließend bearbeitet. Mit einer mobilen Beratung will die Sparkasse künftig für alle Kunden Hausbesuche anbieten.

Engagement

Stolz die Führung der Sparkasse auf ihr gesellschaftliches Engagement. Mit rund drei Millionen Euro wurden Projekte gefördert, Stiftungen und Vereine unterstützt. Gemeinsam mit der IHK, den Stadtwerken, dem Flughafen und der Telekom wurde die Bildungsinitiative „Pacemaker“ ins Leben gerufen, die das Ziel hat die technische Ausstattung an den Schulen zu verbessern. Ermöglicht wird das soziale Engagement unter anderen durch die PS-Zwecklose, die den Kunden eine Gewinnmöglichkeit bietet und deren Erlös in die Förderung geht.

Dresscode

Nachgezogen hat die Sparkasse Düsseldorf bei ihrem Dresscode. Hatten bereits zahlreiche Banken im Umfeld die strenge Kleiderordnung für Mitarbeiter gelockert, dürfen nun auch in Düsseldorf die Mitarbeiter der Stadtsparkasse auf eine Krawatte verzichten, wenn sie keinen Kundenkontakt haben.

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