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Der Verein "urgewald" demonstrierte am Freitag vor der Sparkasse an der Berliner Allee und verteilte aus Geldscheinen gefaltete Sparpanzer als Kontrast zu den Sparschweinen zum Weltspartag

Die Stadtsparkasse Düsseldorf finanziert mit dem Geld ihrer Anleger die Rüstungsindustrie

Passend zum Weltspartag hat der Verein „urgewald“, der sich für Umweltschutz und Menschenrechte einsetzt, die Stadtsparkasse Düsseldorf dafür kritisiert, den Rüstungskonzern Rheinmetall mit Krediten zu unterstützen. Die Waffen und die Munition von Rheinmetall und den Tochterfirmen ermöglichen Kriege und die Finanzierung durch die Stadtsparkasse unterstützt diese Geschäfte.

Spargelder werden auch zur Kreditvergabe genutzt

Traditionell zum Weltspartag werden die Kinder in die Banken und Sparkassen eingeladen, um das Ersparte aus den Spardosen auf ein Sparbuch einzuzahlen. Es gibt kleine Geschenke und so funktioniert das bereits seit Generationen. Doch was die Banken mit den Spargeldern ihrer Kunden machen, bleibt vielen verborgen. In Zeiten von immer mehr Kriegflüchtlingen und dem Ruf nach Bekämpfung der Fluchtursachen, lohnt auch der Blick auf die Finanzierungsgeschäfte der Banken. Nicht alle haben dabei Selbstverpflichtungen, Hersteller von Waffen nicht zu unterstützen.

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Vorstandsmitglied Michael Meyer hat keine Bedenken bei der Kreditvergabe der Stadtsparkasse Düsseldorf an Rheinmetall

Rüstungskonzern Rheinmetall

Bei einem Unternehmenskredit von 500 Millionen Euro für die Firma Rheinmetall ist die Stadtsparkasse Düsseldorf eine von dreizehn Banken, die die Kriegsgelder zur Verfügung stellten. Dabei  schätzt die Stadtsparkasse nach Angaben ihres Sprechers, Rheinmetall als lokalen Geschäftspartner mit guter Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen für die Region. Ethisch sei die Transaktion aus Sicht der Bank vollkommen unproblematisch, da Rheinmetall gesetzeskonform arbeite und kein Grund bestehe, an der Solidität zu zweifeln.

Ethische Grundsätze?

Eine Meinung, die viele Düsseldorfer sogar teilen dürften. Die strategische Ausrichtung von Rheinmetall auf Internationalisierung erhält Arbeitsplätze. Allerdings verfügt Rheinmetall durch die Übernahme von zahlreichen kleineren Firmen in ganz Europa und auch Südafrika über internationale Standorte, von denen aus auch Lieferungen möglich sind, die von Deutschland aus keine Genehmigung erhalten würden.

Ohne Munition kein Krieg

Neben Waffen ist die Produktion von Munition ein starker Geschäftszweig. „Munition ist das Grundnahrungsmittel des Kriegs“ betont Otfried Nassauer, Journalist und Friedensforscher, in seiner Abhandlung „Hemmungslos in alle Welt: die Munitionsexporte der Rheinmetall AG“. Der Aufbau von Munitionsfabriken in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschieht durch Tochterfirmen von Rheinmetall. Rheinmetall-Bomben und -Granaten wurden in den vergangenen Jahren in Bahrain, im Jemen und in Saudi-Arabien bei Angriffen auf Zivilisten eingesetzt.

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An das Bewusstsein der Kunden wollten die Unterstützer von urgewald mit ihrer Aktion apellieren

Ausschlusskriterien für Kredite?

Urgewald fordert die Stadtsparkasse Düsseldorf auf, die Vergaberichtlinien für Kredite mit ethischen Ansprüchen zu hinterlegen. Dass die Sparkasse sozial und kulturell engagiert ist, wird beispielsweise durch ihr Sponsoring und die Ausschüttungen des Prämiensparens für Kinder und Jugendliche deutlich. Mit den Waffen und der Munition von Rheinmetall werden unschuldige Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Ausland getötet - das erscheint wenig plausibel. Klare ethische Ausschlusskriterien und mehr Transparenz würden auch die Kunden begrüßen, die bei ihrer Bank auf nachhaltige und menschengerechte Arbeit achten.

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