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Wegen der Einsatzzeiten noch keine Alternative für den morgentlichen Berufsverkehr, die Zeiten könnten aber noch ausgeweitet werden, Foto: Finn Fredeweß

Düsseldorf: "CleverShuttle" als Alternative zu Privatauto oder ÖPNV?

Seit Mittwoch (13.11.) bietet die Firma CleverShuttle einen Testbetrieb im RidePooling an, bei dem spontan Fahrgemeinschaften in Düsseldorf gebildet werden können. Mehrere Personen, die ein ähnliches Ziel haben, nutzen ein Fahrzeug, das von einem CleverShuttle-Fahrer gesteuert wird. Gebucht wird die Fahrt über eine App. Die Fahrtkosten liegen deutlich unter denen von herkömmlichen Taxis – verspricht der Anbieter. Dabei setzt CleverShuttle nur elektrisch-, batterie- oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge ein.

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Für den Start konzentriert sich CleverShuttle auf ein etwa 60 Quadratmeter großes Gebiet, Foto: CleverShuttle

Für den Start der Testphase hat CleverShuttle ein etwa 60 Quadratkilometer großes Gebiet rund um das Zentrum von Düsseldorf ausgewählt, um erste Erfahrungen zu sammeln. Das Gebiet reicht von Niederkassel/Oberkassel über das Zentrum von Düsseldorf, Hamm, Volmerswerth, Wersten, Eller Vennhausen, Gerresheim, Grafenberg, Düsseltal, bis an den nördlichen Rand von Pempelfort. Messe und Flughafen im Norden und die Stadtteile ab Himmelgeist/Holthausen im Süden sind im Testgebiet nicht enthalten.

Testbetrieb mit 15 Fahrzeugen

15 Fahrzeuge sind in Düsseldorf unterwegs und können über App gebucht werden. Die Fahrer sind fest angestellt, haben einen Personenbeförderungsschein und wurden für ihren Einsatz geschult. Dass zuerst eine Testphase über drei Monate startet, hat für die Bahntochter CleverShuttle einen einfachen Hintergrund. Das Unternehmen ist in Berlin, München, Dresden, Kiel und Leipzig mit seinem Modell im Einsatz. Deutschlandweit nutzen nach Firmenangaben monatlich rund 250.000 Personen den RidePooling-Fahrdienst. Für den Betrieb war eine behördliche Genehmigung erforderlich, die für Düsseldorf vorliegt. In den Städten Hamburg, Frankfurt und Stuttgart hat das Unternehmen sein Angebot eingestellt. Zum Teil war die Konkurrenz zu groß oder es gab Probleme mit Genehmigungen und Wirtschaftlichkeit.

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Auf dem Hof der Stadtwerke wird die Fahrzeugflotte geladen und gewartet, Foto: Stadtwerke Düsseldorf

In Düsseldorf kooperiert CleverShuttle mit den Stadtwerken, wo die Fahrzeuge mit Ökostrom aufgeladen werden und die erforderliche Infrastruktur geboten wird.

Wie funktioniert CleverShuttle?

Möchte ein Kunde von A nach B, berechnet ein Algorithmus, wo die schnellste Route lang geht und ob andere Fahrgäste in eine ähnliche Richtung wollen. Einzelfahrten werden mit dem Ziel gebündelt, weniger Fahrzeuge auf den Straßen zu haben. So sollen Emissionen gespart und Lärm verhindert werden.

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Die App ist einfach zu bedienen und zeigt sofort an, wenn der Kunde außerhalb der Gebietsgrenzen abgeholt werden möchte oder der Zielort außerhalb liegt, Foto: CleverShuttle

Während der Testphase werden täglich Fahrten zwischen 14 und 23 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 3 Uhr angeboten. Bei Buchung einer Fahrt über App erhält der Fahrgast sofort eine Preisangabe und die voraussichtliche Ankunftszeit. Der Preis ist fix, auch wenn keine Fahrgemeinschaft zustande kommt.

Allerdings ist das buchbare Gebiet räumlich begrenzt und Abholung oder Ziele außerhalb der Gebietsgrenzen sind nicht möglich. Die Bezahlung erfolgt über die App oder per Karte.

Beim Report-D- App-Test ergab sich für eine Fahrtstrecke quer durch das buchbare Gebiet von der Ratinger Straße bis zur südlichen Grenze an die Ickerswarder Straße ein Fahrpreis von vier Euro für eine Person.

Weitere Informationen gibt es unter www.clevershuttle.de oder auf der App.

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