Wirtschaft Unternehmen

D_Gaszähler_06082020

Die Gasanschlüsse werden umgestellt, davon sind nicht zwangsläufig die Gaszähler betroffen

Düsseldorf: Netzgesellschaft startet mit Erdgasumstellung

Aufgrund von versiegenden Förderquellen wird sich in Deutschland in den nächsten Jahren die Erdgasversorgung von L-Gas auf H-Gas ändern. Rund 155.000 Gasheizungen muss die Netzgesellschaft daher in den nächsten Jahren prüfen und technisch anpassen. Die Erdgasumstellung – auch „Marktraumumstellung“ genannt – ist eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgaswirtschaft. Für den Raum Düsseldorf steuert die Netzgesellschaft Düsseldorf, unabhängig von dem Gaslieferanten, von dem der Endkunde sein Gas bezieht. Nach einer Vorbereitungsphase startet die Netzgesellschaft nun in den südwestlichen Düsseldorfer Stadtteilen.

Prüfung von 155.000 Geräten

Zur Organisation der Umstellung hat die Netzgesellschaft das Stadtgebiet in fünf Bezirke aufgeteilt, in denen zu unterschiedlichen Zeitpunkten umgestellt wird. Die Netzgesellschaft stellt alle Geräte um, unabhängig davon, bei wem die Kunden ihre Gasverträge haben. In Düsseldorf sind von der notwendigen Umstellungen etwa 155.000 Erdgasgeräte in ca. 120.000 Wohnungen, Häusern und Gewerbebetrieben betroffen und 14.500 Gasleuchten.

D_Netzgesellschaft_Tafel_23032019

Die Umstellungsgebiete und wann sie dran kommen, Grafik: Netzgesellschaft

Mitte August starten die ersten Umstellungen

Die erste Umstellung erfolgen in den Stadtteilen Bilk, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Flehe, Himmelgeist und Holthausen. Dort wurde seit Sommer vergangenen Jahres eine Bestandsaufnahme aller Gasgeräte durchgeführt, um nun die Geräteanpassung vorzunehmen. Dabei werden die Gasgeräte auf H-Gas eingestellt und/oder mit Hilfe von Ersatzteilen (z.B. Austausch von Düsen) umgerüstet. Die technische Anpassung erfolgt abhängig vom Geräte-Typ zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Dazu erhält jeder Haushalt und jedes Unternehmen ein Anschreiben der Netzgesellschaft, mit dem der Termin mitgeteilt wird. Die Anpassung der Gasgeräte durch die Netzgesellschaft ist für den Betrieb mit H-Gas somit zwingend erforderlich. Kann die Anpassung nicht durchgeführt werden, wird das Gasgerät aus Sicherheitsgründen stillgelegt bzw. die Gasversorgung unterbrochen. So sieht es §19a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vor. Die Netzgesellschaft bittet daher alle Kundinnen und Kunden, die Anpassungstermine unbedingt wahrzunehmen.

Sollten Kunden in der Zwischenzeit Gasgeräte ausgetauscht haben, ist die Information schnellstmöglich an die Netzgesellschaft weiterzugeben. In diesem Fall ist eine Erhebung der Geräteinformationen des Neugerätes erforderlich. Nur so kann das Neugerät sicher und zuverlässig betrieben werden.

Die Erhebung der Gerätedaten und die Anpassung der Gasgeräte sind für die Kundinnen und Kunden kostenfrei. Davon ausgenommen sind mögliche Kosten für Gerätewartung, Reparatur und Geräteaustausch.

D_Netzgesellschaft_Monteure_23032019

Die Mitarbeiter der Netzgesellschaft sind auch an ihrer Kleidung erkennbar, Foto: Netzgesellschaft

Sicherheit für die Kunden

Damit Kriminelle keine Chance haben, die Umstellung für ihre Zwecke zu missbrauchen, hat die Netzgesellschaft umfangreiche Sicherheiten eingeplant.

> Wichtig für die Kunden ist zu wissen, dass nie spontan geklingelt, angerufen oder gemailt wird. Alle Termine werden per Post angekündigt und die PIN-Nummer ist die Legitimation, die der Mitarbeiter nennen muss.
> Es gibt nie eine Rechnung, Kostenerhebung oder Zahlung vor Ort. Die Kosten für die Umstellung trägt die Netzgesellschaft. Lediglich eine Unterschrift zur Bestätigung der Erfassung der Anzahl der Gasgeräte ist notwendig und erfolgt auf dem Tablet-PC des Monteurs.
> Die Monteure werden sich bei jedem Besuch unaufgefordert mit einem Lichtbildausweis sowie einer individuell für den Kunden erstellten PIN-Nummer ausweisen. Diese ist nur dem Kunden und dem Monteur bekannt.
> Kunden sollen sich diese PIN-Nummer unbedingt zeigen lassen, bevor sie dem Monteur Zutritt gewähren.
> Für einen reibungslosen Ablauf hält die Netzgesellschaft einen engen Kontakt zur Polizei. Jeder Haushalt, der von der Erdgasumstellung betroffen ist, erhält neben dem Schreiben der Netzgesellschaft einen Flyer mit Sicherheitstipps.
> Um die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter zu schützen, tragen die Mitarbeiter einen Mund- und Nasenschutz, desinfizieren sich die Hände und halten genügend Abstand. Sollten Kunden einen Termin verschieben wollen, können sie sich beim Erdgasbüro melden und einen neuen Termin ausmachen.

Das Erdgasbüro

Für alle Fragen rund um die Erdgasumstellung steht den Kunden das Erdgasbüro für den persönlichen Kontakt zur Verfügung. Zu erreichen ist das Büro montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr. Das Erdgasbüro der Netzgesellschaft Düsseldorf mbH ist im Energie-Service-Center der Stadtwerke Düsseldorf am Höherweg 100 eingerichtet. Telefon: (0211) 821 8833, Mail: erdgasumstellung@netz-duesseldorf.de
Hier geht es zu weiteren Informationen.

Zurück zur Rubrik Unternehmen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Unternehmen

D_Karstadt_Danke23092020

Lange haben die internen Abstimmungsgespräche im Galeria-Karstadt-Kaufhof Konzern gedauert, aber am Mittwoch (23.9.) konnte Oberbürgermeister Thomas Geisel zumindest den Beschäftigten der Karstadt-Filiale an der Schadowstraße die gute Nachricht überbringen: Dieser Standort wird nicht geschlossen. Geisel hatte sich in den vergangenen Wochen in zahlreichen Gesprächen mit allen Beteiligten für den Erhalt stark gemacht und als Vermittler gewirkt.

D_Rheinbahn_HF6_15052020

Die neuen HF6 Bahnen sollten ein großer Schritt zur Verkehrswende und mehr Mobilität in Düsseldorf werden. Denn mit den modernen neuen Hochflurbahnen war die Taktverdichtung ab Oktober geplant und später einer Modernisierung der Flotte. Doch jetzt entdeckte die Rheinbahn Fertigungsmängel an den ersten drei Bahnen der neuen Bauart und stoppte die Annahme weiterer Lieferungen. 59 Bahnen sollen kommen, aber erst wenn Hersteller Bombardier nachgebessert hat.

D_Kaufhof_03082020

Die Filialen von Karstadt und Kaufhof an der Schadowstraße werben bereits mit ihrem finalen Schlussverkauf wegen Geschäftsaufgabe. Ob noch Hoffnung besteht, wenigstens eins der Häuser zu retten, war Thema beim Runden Tisch, zu dem Oberbürgermeister Thomas Geisel am Montagnachmittag (3.8.) Vertreter verschiedener Interessensgruppen und politischer Parteien ins Rathaus eingeladen hatte.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG