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D_Rheinbahn_16052018

(v.l.) Michael Clausecker und Klaus Klar präsentierten eine gute Bilanz für 2017

Düsseldorf: Rheinbahn mit guten Zahlen aber zu wenig Frauen

Die 2017-er Zahlen lassen die Rheinbahnvorstände Michael Clausecker und Klaus Klar strahlen. Der Bilanzgewinn von 67,6 Millionen Euro sorgt für eine Ausschüttung von 15 Millionen Euro an die Stadt Düsseldorf, das gab es lange nicht. Aber nicht alles ist rosig, denn die Fahrgastzahlen müssten besser sein und dann ist da noch die Sache mit den Frauen. Nur 13 Prozent der Belegschaft ist weiblich und das soll anders werden.

Erstmalig Ausschüttung an die Stadt

Das Geschäftsjahr 2017 war finanziell erfolgreich für die Rheinbahn. Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 263,2 Millionen Euro, die Fahrgelderlöse sogar um 5,8 Prozent auf 230 Millionen Euro. Die Rheinbahn weist einen Bilanzgewinn von 67,6 Millionen Euro aus, zu dem mit 37,6 Millionen Euro der Verkauf des Rheinbahnhauses an der Hansaallee beigetragen hat. Weitere 30 Millionen Euro brachte der Kursanstieg der vom Unternehmen gehaltenen RWE-Aktien. Die Stadt Düsseldorf profitiert vom Bilanzgewinn und erhält eine Dividende in Höhe von knapp 15 Millionen Euro. Mit einem Kostendeckungsgrad von 81,2 Prozent liegt die Rheinbahn über dem Branchenschnitt.

Es müssen noch mehr Fahrgäste gewonnen werden

Allerdings ist Zahl der Fahrgäste nur um 1,3 Millionen gestiegen, was weit hinter den selbstgesteckten Zielen von zwei Prozent pro Jahr liegt. 224,7 Millionen Fahrgäste beföderten Busse und Bahnen in vergangenen Jahr. „Zu wenig, da müssen wir mehr Gas geben“, erklärt Vorstand Clausecker. Mit einer besseren Ausstattung, WLAN-Bussen und noch pünktlicheren Fahrten will das Unternehmer auch Pendler zum Umstieg bewegen. Der Park & Ride Parkplatz am Südpark soll digital bewirtschaftet werden und neben weiteren Parkboxen für Radfahrer den Umstieg auf den ÖPNV attraktiv machen. Rund 750 Ampel werden in Düsseldorf von den Fahrzeugen der Rheinbahn passiert, 400 von ihnen sollen nach und nach so umgerüstet werden, dass es eine Prioriätsschaltung für Busse und Bahnen gibt. Diese Umstellung dauert den Rheinbahnverantwortlich deutlich zu lange, denn aktuell sind es jährlich nur 20 Ampelanlagen, die die neue Technik erhalten. Da sei deutlich mehr drin, meint auch Klaus Klar und rechnet vor, dass allein auf der U75 von Neuss nach Düsseldorf 17 Minuten Beschleunigung möglich sind, wenn Umbau von Ampeln und Hochbahnsteigen abgeschlossen ist.

Rheinbahn will weiblicher werden

Einen weiteren Handlungsbedarf sieht die Rheinbahn bei ihren Mitarbeitern. Mit 242 Neueinstellungen in 2017 erreichte das Unternehmen wieder die Zahl von mehr als 3.000 Mitarbeitern. Davon sind allerdings gerade einmal 13 Prozent weiblich – ein Manko, was nun durch gezielte Maßnahmen angegangen werden soll. Die Rheinbahn will weiblicher werden und bittet ausdrücklich um Bewerbungen von Frauen in allen Berufen und für alle Tätigkeiten.

Ausblick

Nach der Zustimmung des Düsseldorfer Rats im vergangen Jahr sollen Ende August die ersten Metrobuslinien den Betrieb aufnehmen und eine schnelle Beförderung garantieren.

Ebenfalls im Sommer kommt es zu einer Taktverdichtung am Abend, die Berufstätigen und Besuchern der Stadt eine zügige Heimfahrt ermöglichen soll.

Am „Luegplatz“ und „Lierenfeld Betriebshof“ werden in 2018 neue Hochbahnsteige gebaut.

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