Wirtschaft Unternehmen

D_Kaufhof_25012019

Wieviele Stellen in Düsseldorf abgebaut werden, wurde noch nicht mitgeteilt

Düsseldorf: Sanierungskonzept für Kaufhof führt zu Stellenabbau

Die Mitarbeiter des Gemeinschaftsunternehmens Karstadt und Galeria Kaufhof gehen mit einem unguten Gefühl ins Wochenende. Am Freitag (25.1.) wurden den Mitarbeitern, dem Gesamtbetriebsrat und dem Wirtschaftsausschuss das Sanierungskonzept vorgestellt. Damit verbunden ist der sofortige Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag der Galeria Kaufhof, die deutliche Reduzierung der Kosten, die Festlegung von Essen als Standort der Unternehmenszentrale und die Notwendigkeit einen kurzfristigen Finanzbedarf in dreistelliger Millionenhöhe zu decken. Es ist vom Abbau von rund 2600 Stellen die Rede, wovon deutlich mehr Beschäftige betroffen sein dürften, da viele Mitarbeiter Teilzeit arbeiten. Welche Auswirkungen die Maßnahmen auf die Häuser in Düsseldorf haben wird, wurde noch nicht mitgeteilt.

Zusammenschluss 2018

Ende November 2018 hatten die Unternehmen HBC und SIGNA den Zusammenschluss der Einzelhandelsaktivitäten vollzogen. Zum neuen gemeinsamen Unternehmen gehören die Galeria Kaufhof GmbH, die Karstadt Warenhaus GmbH, das weitere Einzelhandelsgeschäft von HBC Europe (Saks OFF 5TH, Galeria Inno in Belgien, Hudson‘s Bay in den Niederlanden) sowie auch Karstadt Sports und den gesamte Lebensmittel- und Gastronomiebereichen an 243 Standorten in Europa mit einem Umsatz von rund 5 Mrd. EUR und rund 32.000 Mitarbeitern. Die Geschäftsführung des neuen Gemeinschaftsunternehmens hat ein umfassendes Sanierungskonzept für Galeria Kaufhof erarbeitet, mit dem Ziel die Kosten bei Galeria Kaufhof nachhaltig auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu senken. Bereits Ende 2018 war eine Stabilisierung durch eine Finanzspritze in Millionenhöhe notwendig geworden.

Weiter rote Zahlen bei Galeria Kaufhof

Ein negatives Weihnachtsgeschäft und Umsatzrückgänge beim Online-Geschäft machen nun weitere Maßnahmen nötig, da dass bereits gestarteten Sanierungsprogramms "Turn 2 Win" für die Rettung nicht ausreicht. Weitere Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe im Frühjahr 2019 sind notwendig und eine Reihe einschneidender Maßnahmen.

Dr. Stephan Fanderl, Geschäftsführer SIGNA Retail und CEO des Warenhausunternehmens: "In seinem derzeitigen Zustand ist Galerie Kaufhof langfristig nicht überlebensfähig. Die wirtschaftliche Gesundung von Karstadt Warenhaus zeigt aber, dass perspektivisch das Warenhausgeschäft in Deutschland insgesamt wieder erfolgreich und profitabel betrieben werden kann. Die bei Karstadt laufende Strategie des vernetzten Marktplatzes der Zukunft funktioniert. Sie kann jedoch nur auf Galeria Kaufhof ausgerollt werden, wenn dieses Unternehmen wieder auf einer stabilen Grundlage steht."

Das Sanierungskonzept

Unternehmens-Zentrale: Die Karstadt Zentrale in Essen wird wesentliche Führungs- und Verwaltungsfunktionen für die Galeria Kaufhof übernehmen, womit eine Einsparung von etwa 1.000 Vollzeitstellen verbunden ist.

Filialen: Es sollen zunächst keine Filialen von Karstadt und Kaufhof geschlossen werden. Doppelstandorte sollen mit Schwerpunktbildung und Differenzierung ihre Profile schärfen. Das Personal soll in den Bereichen „Warenservice“, „Verkauf/Beratung“ und „Kasse“ spezialisiert werden, wie es bei Karstadt bereits umgesetzt wurde.

Diese Spezialisierung und der Verzicht auf administrative Aufgaben und Hierarchieebenen sollen die Reduzierung von etwa 1.600 Vollzeitstellen ermöglichen. Aus dem Flächentarifvertrag Galeria Kaufhof will das neue Unternehmen umgehend aussteigen.

Gastronomie, Lebensmittel, Sport und Reisen: Der Gastronomie- und Lebensmittel-Bereich wird als Wachstumsfelder gesehen, der Kunden in die Warenhäuser lockt. Fest steht schon jetzt die Schließung der Lebensmittelabteilung im Kaufhof am Wehrhahn. Die bisherigen Ansätze im Offprice-Segment wie Saks Off 5th sollen weiter verfolgt und mit Online-Vermarktung verbunden werden. Karstadt Sports wird ebenfalls als Wachstumsfeld gesehen. Der Reise-Bereich von Karstadt soll auch in den Kaufhof-Filialen angeboten werden.

Zurück zur Rubrik Unternehmen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Unternehmen

D_F95_Trikot_12052019

Noch vor dem letzten Bundesligaspiel der Saison können sich die Fans auf das neue Heimtrikot der Fortunen freuen. Es ist in Anlehnung an das Heimtrikot von 1982 bis 1985 gestaltet und wird bereits beim Spiel gegen Hannover am Samstag (18.5.) zum Einsatz kommen.

D_KoeII_Animation_09052019

Der Gustaf-Grüngens-Platz nimmt langsam Gestalt an: Der Kö-Bogen II ensteht. Am Donnerstag (9.5.) wurde die Grundsteinlegung und das Richtfest gefeiert. Das Geschäfts- und Bürohausensemble wird eine der größten Grünfassaden Europas erhalten.

D_DLive_Bier_08052019

Gute Nachrichten für Besucher der Merkur Spiel-Arena: Ab 1. September kann leckeres Schumacher Alt genossen werden. Die Hausbrauerei Schumacher hat einen Vertrag mit D-Live geschlossen und ist damit die erste Hausbierbrauerei in einem Bundesligastadion.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D