Wirtschaft Unternehmen

D_Rat_Sana_SPD_07032019

Sana-Betriebsratsvorsitzende Susanne Quast (rechts) suchte vor der Ratssitzung das Gespräch mit den SPD-Ratsmitgliedern

Düsseldorf: Stadt beschließt Verkauf von Anteilen an Sana-Kliniken

Bisher sind 49 Prozent der Sana-Kliniken in Benrath und Gerresheim im Besitz der Stadt Düsseldorf. Doch im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung wurde am Donnerstag (7.3.) beantragt, davon 23,9 Prozent für sieben Millionen Euro zu verkaufen. Die Diskussion zu den Plänen wurde auf Antrag recht kontrovers im öffentlichen Teil der Sitzung geführt.

Denn CDU und Linke warfen der Ampel-Koalition vor, damit den Einfluss aufzugeben und die Mitarbeiter dem Schicksal eines gewinnorientierten Unternehmens zu überlassen. SPD, Grüne und FDP erläuterten, dass genau das Gegenteil der Fall sei. Denn mit dem Verkauf der Anteile würde ein neuer Konsortialvertrag geschlossen, durch den die Stadt nicht nur sieben Millionen Euro erhalte, sondern auch den Betrieb der Klinik, den Erhalt des kinderneurologischen Zentrums und der Krankenpflegeschule sichere. Bei der geheimem Abstimmung im nicht öffentlichen Teil sprachen sich die Ratsmitglieder mehrheitlich für den Verkauf aus.

D_Rat_Sana_Banner_07032019

Mitarbeiter der Sana-Kliniken und das Düsseldorfer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus demonstrierten vor dem Rathaus gegen den Verkauf der Anteile

SPD-Fraktionsvorsitzender, Markus Raub, stellte fest: „Wir geben mit dem neuen Vertrag nichts verloren, was die damalige Ratsmehrheit nicht bereits verspielt hatte. Im Gegenteil: Mit dem neuen Vertrag erlangen wir mehr Sicherheit für die Krankenhausstandorte und für die Beschäftigten“.

Im Jahr 2007 waren die Klinken in Benrath und Gerresheim ganz in städtischem Besitz. Auf Bestreben der CDU mit Oberbürgermeister Joachim Erwin und dem Koalitionspartner FDP wurden damals 51 Prozent der Anteile an Sana verkauft und damit die Krankenhäuser privatisiert. Schon damals kritisierte die Opposition die Abkehr von der kommunalen Daseinsvorsorge, nur um die wirtschaftlichen Risiken zu reduzieren. Der 2007 geschlossenen Vertrag erlaubte der Sana AG weitgehende Entscheidungsfreiheit, so dass weder beim Austritt aus dem kommunalen Arbeitgeberverband, noch bei der Schließung des Kreißsaales Rücksprache mit der Stadt gehalten werden musste.

Mit dem Verkauf der städtischen Anteile in Höhe von 23,9 Prozent wird nun ein neuer Vertrag geschlossen, der nach Auffassung der Ampelkoalition eine deutliche Verbesserung für die Mitarbeiter mit sich bringt. Denn Änderungen an der Struktur der Kliniken oder dem Bestand der Abteilungen müssen künftig einstimmig gefällt werden und so hat die Stadt mit ihren verbleibenden Anteile die Möglichkeit konkret Einfluss zu nehmen. Damit sieht sie nicht nur den Erhalt der beiden Standorte in Benrath und Gerresheim als gesichert an. Auch das kinderneurologische Zentrum und die Krankenpflegeschule haben damit Bestandsgarantie. Mit dem Verkauf erzielt die Stadt sieben Millionen Euro, die nach Zusicherungen der SPD für "Investitionen der Daseinsvorsorge" verwendet werden sollen.

Zurück zur Rubrik Unternehmen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Unternehmen

D_Foto_Kötter_Security_28102019

1100 Sicherheitsmitarbeiter am Düsseldorfer Flughafen gehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Derzeit ist ihr Arbeitgeber die Kötter Aviation Security. Die hat nach eigenen Angaben beim Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums den Antrag gestellt, den ursprünglich bis Ende 2020 laufenden Dienstleistungsvertrag vorzeitig zum 31. Mai 2020 zu beenden. Der Vertrag sei angesichts „sich verschlechternder Rahmenbedingungen“ nicht mehr wirtschaftlich umzusetzen. Das Beschaffungsamt des Bundesinneministeriums hat Kötter dem Vernehmen einen Entwurf für die vorzeitige Vertragsbeendigung zugesandt, dessen Details derzeit vom Sicherheitsunternehmen überprüft werden. 

D_CarstenKnobel_20191025

Vorstandswechsel zum Jahreswechsel: Henkel tauscht den Chef aus. Wie das Unternehmen am Donnerstag eine halbe Stunde nach Börsenschluss in einer Ad-hoc-Mitteilung bekanntgab, räumt Hans Van Bylen (58) den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Nachfolger wird der bisherige Finanzvorstand Carsten Knobel (50). „Persönliche Gründe“ seien ausschlaggebend dafür, dass Van Bylens Vertrag ein Jahr vor Ablauf aufgehoben werde. Er hatte zuletzt mehrfach schlechte Quartalszahlen bei Henkel zu verantworten. Allein im laufenden Jahr musste die Ergebnisprognose zwei Mal nach unten korrigiert werden. Die Börse quittierte die überraschende Ankündigung mit einem deutlichen Kursabschlag von rund vier Prozent.

D_Flughafen_Condor_20190923

Der Flughafen Düsseldorf meldet normalen Flugbetrieb. Zehn Condor-Maschinen hätten Düsseldorf Lohausen am Montagmorgen (23.9.) planmäßig verlassen. Acht weitere Ferienflieger werden über Tag folgen. Allerdings durften laut Condor nicht alle Urlauber mit gültiger Bordkarte einsteigen.

Originaltext der Condor Reiseinformation:

Hinweis für Gäste, die eine Reise mit Thomas Cook, Neckermann, Oeger Tours, Air Marin und Bucher Reisen gebucht haben:
Condor wurde von Ihrem Reiseveranstalter informiert, dass eine Gewährleistung zur Durchführung Ihrer Reise heute und morgen (23.9. und 24.9., d.Red.) nicht gegeben ist. Wir dürfen Sie daher für Ihren Flug ins Zielgebiet nicht annehmen, was uns außerordentlich leid tut.Den Rückflug können Thomas Cook Pauschalreisegäste wie geplant antreten.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D