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Wie andere Banken auch erhebt die Stadtsparkasse Negativzinsen für größere Guthaben

Düsseldorf: Vermögende Stadtsparkassenkunden erhalten Post

1.705 Kunden der Stadtsparkasse Düsseldorf haben mehr als 130.000 Euro auf ihren Konten. Sie bekamen nun eine Hiobsbotschaft von der Bank: Man werde demnächst Negativzinsen auf ihre Einlagen erheben. Es ist bereits die zweite Aktion der Bank. Hintergrund ist die Zinslage bei der Europäischen Zentralbank (EZB), die von den Geldinstituten für deren Einlagen ebenfalls Negativzinsen verlangt. Diese Kosten will die Stadtsparkasse Düsseldorf an betuchte Kunden weitergeben.

Bei der Vorstellung ihrer Bilanz für das Jahr 2020 präsentierte die Stadtsparkasse Düsseldorf einen Anstieg der privaten Kundeneinlagen auf Girokonten, Sparbüchern oder Tagesgeldkonten um 2,9 Prozent auf 10,19 Millionen Euro. Diese Anlageform sei schlecht für die Kunden, da sie wegen der Inflation und Niedrigzinsen Vermögen einbüßen, und auch schlecht für die Sparkasse, da auch für sie Negativzinsen für ihre Einlagen bei der EZB anfallen, betonten die Vorstände der Sparkasse.

Fast 2.000 Kunden mit einem Vermögen von über 250.000 Euro wurden deshalb bereits im Sommer 2020 angeschrieben, um ihnen andere Anlageformen anzubieten. Wer nicht umschichten wollte, musste eine Verwahrentgeltvereinbarung unterschreiben, mit der 0,5 Prozent Negativzinsen fällig wurden. Viele Kunden gingen darauf ein. Aber einigen, die sich nicht meldeten, wurden die Konten gekündigt und das Geld ans Amtsgericht überwiesen.

Nun startet die zweite Aktion. In diesen Tagen erhalten jene 1.705 Kunden Post, deren Guthaben höher als 130.000 Euro ist, die auch auf Tagesgeld und Girokonten verteilt sein können. Mit 330 Millionen Euro schlägt das Guthaben dieser Einleger zu Buche. Auch ihnen wird eine Beratung über andere Anlageformen angeboten. Sollte sie dies nicht wünschen steht das Verwahrentgelt von 0,5 Prozent an oder die Kündigung des Kontos im Raum.

Die Stadtsparkasse Düsseldorf verfolgt damit einen konsequenten Kurs. Für Bestandskunden wurde der Freibetrag auf 100.000 Euro festgelegt, Neukunden werden bereits ab 50.000 mit Negativzinsen belastet. Damit steht die Stadtsparkasse nicht alleine da, denn andere Geldinstitute berechnen ihren Kunden bereits für geringere Einlagen Geld.

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