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Ein Basar der Farben, Formen, Stoffe - Träume und Profite: die CPD Ordertage in Düsseldorf, hier mit einem Blick auf die Gallery in den Böhlerhallen

Düsseldorf ist groß in Mode - zehn Prozent des deutschen Modeumsatzes entstehen hier

Der Mut ist zurück am Rhein. Und er trägt Streetwear, rollt auf einem Skateboard durch alte Fabrikhallen, verknüpft Modetrends und Beats und New Media und Kunst und Graffiti zur einem coolen Ganzen. Das ist die Premiere - zu den aktuellen CPD Ordertagen. Ab heute (22.7.) und bis Montag (25.7.) dreht sich alles um die Mode für Frühjahr und Sommer 2017. Natürlich quaken die ewigen Unken im Teich so etwas wie „Wir brauchen und wir können keine Kopie von Berlin“. Doch selbst die müssen anerkennen, dass Tante Igedo mit der Juli-Premiere von „Streetstyle“ wieder etwas ausprobiert in Düsseldorf. Dass es wieder Schauen gibt, über die auch noch nach Tagen gesprochen wird.

Der report-D Service: ALLE TERMINE, ALLE ORTE der aktuellen CPD (22. bis 25. Juli 2016) in Düsseldorf

Anders als anderswo stützt ein starker wirtschaftlicher Unterbau die Kreativität. Neue Ideen fallen in Düsseldorf nicht beim ersten kalten Luftzug in sich zusammen, sondern werden getragen von 3.056 Unternehmen im Bereich Beauty und Mode, die pro Jahr 18 Milliarden Euro umsetzen. Die bunten und schönen Seiten des Lebens geben 33.632 Beschäftigten in der Stadt Arbeit. Damit steht dieses Segment für 7,6 Prozent der Düsseldorfer Wirtschaft. Mehr noch: Jeder zehnte Euro des gesamtdeutschen Modeumsatzes wird in Düsseldorf gemacht. Zum Vergleich: München hat eine Umsatzbedeutung für die deutsche Modeindustrie von 3, Berlin von 2 Prozent. Der Umsatzanteil der Düsseldorfer Modewirtschaft ist mehr als doppelt so groß wie der von München und Berlin zusammen.

Der Modestandort Düsseldorf hat sich aus eigener Kraft erneuert

Wer Kö & Co. pauschal als Phänomen der 50er und 60er Jahre im Archiv ablegen wollte, reibt sich zunächst verwundert die Augen und muss sich dann korrigieren. Vor allem weil die Branche den Wandel am Rhein ohne Millionensubventionen der öffentlichen Hand geschafft hat. Knirschend zwar, aber aus eigener Kraft ist in Düsseldorf ein Miteinander von Messen und Showrooms entstanden, in denen es 365 Tage lang um die Trends der neuen Saison geht, um Mengen und Margen, Listen und Liefertermine.

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Archivbild aus dem Januar 2016 - Modeidee für den Winter in Reihe - aktuell geht es um den nächsten Sommer

Drei Säulen tragen das Modegeschäft in Düsseldorf: der Modegroßhandel, der Modeeinzelhandel und das Ordergeschehen – derzeit zwei Mal im Jahr - in der Präsentation der städtischen Wirtschaftsförderer stehen stellvertretenden für den Großhandel große Namen – die Handelsvertretungen von Diesel, Esprit Retail und Garant Schuh. Das sind Mengenbringer, die an der Spitze von rund 600 Handelsunternehmen mit einem Jahresumsatz von 6,1 Milliarden Euro stehen. 11,4 Prozent der deutschen Großhandelsumsätze im Bereich der Mode werden in Düsseldorf getätigt. Gut 260 Unternehmen generieren in der Handelsvermittlung einen Umsatz von deutlich mehr als 100 Millionen Euro. Damit ist jedes vierte Modeunternehmen in Düsseldorf im Großhandel und in der Vermittlung tätig. Ein solch geballtes Wissen um Trends und Farben, Schnitte und Formen – aber auch um die harten betriebswirtschaftlichen Fakten dahinter - finden Einkäufer und Händler kein zweites Mal in Deutschland.

1.135 Einzelhändler locken mit der neusten Mode

Düsseldorf lebt Mode. 1.135 Einzelhandelsunternehmen verkaufen Mode an Endverbraucher. Sie setzen 6,1 Milliarden Euro um. Damit sind 42,4 Prozent der Modeunternehmen in Düsseldorf im Einzelhandel tätig und erwirtschaften damit 32,5 Prozent der Umsätze am Standort. Große Handelshäuser wie C&A oder Peek & Cloppenburg haben ihre Unternehmenszentralen in Düsseldorf.
Zum Vergleich: Der Anteil der Umsatzleistung aller Düsseldorfer Branchen an Deutschland macht 4,1 Prozent aus. Der Umsatzanteil des Düsseldorfer Modeeinzelhandels an Deutschland liegt mit 8,3 Prozent mehr als doppelt so hoch. Dahinter steht die Tatsache, dass Düsseldorf eine reiche Stadt ist: Das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen pro Jahr beträgt 23.543 Euro. Bei der Kaufkraftkennziffer liegt der Deutschland-Durchschnitt bei 100, der Düsseldorfer Wert bei 120,7.

Die meistbesuchte Luxusmeile Deutschlands

Sinnbild für diese wirtschaftliche Stärke ist die Königsallee, in der jüngsten Studie mit 4775 Passanten pro Stunde die meistbesuchte Luxusmeile in Deutschland. Weder in Hamburg noch in München oder Berlin gibt es einen vergleichbaren Boulevard. Fast drei Dutzend Nobel-Labels buhlen entlang der Kö um die Gunst der Kunden. Fast 60 Prozent des Flächenumsatzes der Königsallee werden mit Mode gemacht.
Zeit für ein Zwischenfazit: 70 Prozent der Modeumsätze in Düsseldorf entfallen auf die Bereiche Groß- und Einzelhandel. Zusammen mit dem ebenfalls namhaften Part der Herstellung verschafft diese Stärke der Modebranche innerhalb von Düsseldorf und darüber hinaus eine herausragende Bedeutung. Das Wichtige dabei ist: Diese Stärke ist mit den Jahren organisch gewachsen. Sie wurde nicht am Reißbrett geplant, sondern hat sich zusammen mit der Stadt entwickelt.
Dies gilt auch für die Säule Nummer drei – das Ordergeschehen. Zwei Mal pro Jahr werden die Klamotten der kommenden Saison besprochen und vom Handel geordert. Ab heute dreht sich alles um die Saison Frühjahr/Sommer 2017.

Impulse durch 800 Showrooms und wichtige Messen

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Mache Mode-Träume zu Mode-Profiten - darum geht es an diesem Tisch in Düsseldorf

Ein Miteinander von rund 800 ganzjährig geöffneten Showrooms in der Stadt mit einer Handvoll etablierter, ausbaufähiger, starker Order-Messen – das gibt es in dieser Kombination nur in Düsseldorf. Diese Kombination aus Messen und Showrooms ist einer der wichtigsten Impulsgeber für die Modeindustrie überhaupt. Mit dem Trio Gallery, Red Carpet und Streetstyle, der GDS/Global Shoes, der DATE, Interbride und Supreme Women & Men plus zwei Messe im Beauty-Bereich – Beauty International und Top Hair international – gibt es unterjährig mehrfach die Gelegenheit für alle wichtigen Branchenvertreter an den Rhein zu reisen. Gelobt wird dabei regelmäßig die ausgezeichnete Infrastruktur der Stadt – Flughafen, Hauptbahnhof und Modestandorte sind jeweils nur wenige Minuten voneinander entfernt. In Düsseldorf stehen nicht die Fahrstrecken und Fahrzeiten im Mittelpunkt, sondern die eigentlichen Ordertermine und Lieferantenbesuche.
Aus all diesen Gründen ist Düsseldorf groß in Mode.

Die wichtigsten Fakten

3056 Unternehmen setzen rund 18 Milliarden Euro pro Jahr um.
33.632 Menschen arbeiten in Düsseldorf in der Mode

Die Modebranche hat einen Anteil von 7,6 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung Düsseldorf
Jeder zehnte Euro des deutschen Modeumsatzes wird in Düsseldorf generiert

Die Kaufkraftkennziffer der Düsseldorfer liegt bei 120,7 (Deutschland = 100)
Es gibt rund 800 Showrooms in der Stadt
und eine Handvoll Mode- und Beautymessen

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