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Thomas Geisel, Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn, mit Klaus Klar, Rheinbahnvorstand

Rheinbahn in Düsseldorf will die Kundenbrille aufsetzen

Die Zeiten sind hart für die Rheinbahn: In keinem Jahr gab es so viele Sitzungen des Aufsichtsrats, wie in diesem. Gemeinsam hat man sich zu einer Qualitätsoffensive entschlossen und den Wirtschaftsplan für 2019 verabschiedet. Neben dem weiteren Ausbau der Flotte und der grünen Welle für Busse und Bahnen liegt ein Augenmerk auf den Kunden. Die Rheinbahn will kundenorientierter auftreten, plant die „Erlebniskette der Fahrgäste“ aufzuarbeiten und mit Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit und Informationen zu punkten.

Die Zufriedenheit der Fahrgäste

Die Struktur der Rheinbahn ist in die Bereiche Betrieb, Fahrzeuge, Infrastruktur und Verwaltung aufgeteilt. Darin sind die Zuständigkeiten klar abgegrenzt, was für die Kunden nicht unbedingt verständlich ist. Vorstand Klaus Klar erklärt am einfachen Beispiel der Sauberkeit der Fahrzeuge das Dilemma: Die Fahrzeuge verlassen am Morgen gereinigt die Betriebshöfe, aber wenn tagsüber Verschmutzungen auftreten, fühlt sich niemand zuständig. Dabei ist das Thema Sauberkeit den Kunden sehr wichtig.

Das ist eins der Problemfelder, die bei der jährlichen Kundenzufriedenheitsbefragung ermittelt wurden. Künftig will man aus der Kundenperspektive heraus die Schwachstellen identifizieren und pragmatische Lösungen finden. Bei einem Fahrgastforum sollen die Kunden die Möglichkeit erhalten sich einzubringen. Aber auch weitere Experten will die Rheinbahn bei der Qualitätsoffensive ins Boot holen – das sind die eigenen Mitarbeiter. „Niemand weiß so gut wie sie, wo die Knackpunkte liegen“, betont Klaus klar. Doch in der Vergangenheit habe man nicht auf die Kollegen gehört, sondern Anordnungen von oben nach unten durchgereicht. Mit wenig Erfolg, wie die derzeitige Misere zeigt.

Investitionen in Technik, Fuhrpark und Mitarbeiter

Zehn Millionen Euro zusätzlich will die Rheinbahn im nächsten Jahr für neue Mitarbeiter ausgeben. Dazu gehören Mitarbeiter im Fahrdienst (140 zusätzliche zum Bestand von 1460) ebenso wie in der Fahrschule, der Fahrgastkontrolle und auch der technischen Planung, die sich um die Optimierung der Ampelschaltung kümmert. Hier sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt sieben neue Kräfte dazu beitragen, die rund 400 Lichtsignalanlagen für die grüne Welle der Busse und Bahnen umzubauen. Die Erweiterung der Busflotte mit neuen Bussen, die die Euro-6-Norm erfüllen, wird auf Ende 2020 vorgezogen. 428 Busse werden früher angeschafft. Auch die Hochflurbahnen werden aufgestockt, zusätzlich zu den bisher bestellten 43 Bahnen werden 16 weitere beschafft. Damit will die Rheinbahn künftig auch bei Großveranstaltungen genügend Kapazitäten für den Transport der Zuschauer sicherstellen.

Diese Maßnahmen bedeuten Investitionen in Höhe von 749 Millionen Euro für die Jahre 2019 bis 2023. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2019 weist einen geplanten Ertrag von 291,1 Millionen Euro aus, dem ein Aufwand von 379,4 Millionen Euro gegenübersteht. Damit fällt das Minus von 88,3 Millionen Euro geringer aus (96 Millionen hieß es in ersten Planungen für 2019) als ursprünglich gedacht. Finanziert werden soll ein Teil der Investitionen durch den Verkauf der RWE-Aktien, von denen die Stadt 5,6 Millionen Stück bei der Rheinbahn geparkt hat.

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