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Eine Botschaft an Henkel wurde in den Himmel geschrieben

Düsseldorf: Knatternde Himmelsbotschaft – „Henkel, wir müssen reden“

Derzeit kreisen immer wieder zwei Sportflugzeuge im Himmel über Düsseldorf. Die ziehen Banner hinter sich her. Eine besondere Art der Kontaktaufnahme. Denn mit der Botschaft „Henkel, wir müssen reden“ strebt die Marke Frosch und die Initiative „wir-fuer-recyclat.de“ Kommunikation mit dem Düsseldorfer Konzern an. Ihr Ziel ist es, für möglichst viele Plastikprodukte ein echtes Kunststoffrecycling zu erreichen.

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Kunststoffe werden in Deutschland im gelben Sack gesammelt und haben oft einen grünen Punkt. Werden diese Abfälle richtig weiterverarbeitet, können sie aufbereitet wieder in den Kreislauf eingehen und als Rohstoff für neue Verpackungen genutzt werden. Die Recyclat-Initiative setzt sich zusammen aus der Firma Grüner Punkt, dem Verpackungsunternehmen ALPLA, dem Handelskonzern REWE Group, dem Karlsruher Unternehmen Unisensor Sensorsysteme, der Marke Frosch der Firma Werner & Mertz und dem NABU – Naturschutzbund Deutschland. Ihr Ziel ist es, durch Upcycling-Technik die Verarbeitung von gebrauchten Verpackungen aus PET zu Recyclat zu fördern, da so die Umwelt geschützt wird. Der Einsatz von Rohöl könne reduziert werden und durch den optimierten Rohstoff-Kreislauf wird im Herstellungsprozess weniger Energie benötigt und der Ausstoss von CO² reduziert.

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Zwei Sportflugzeuge zogen die Banner hinter sich her

Die Himmelsbotschaft mit dem grünen Frosch auf dem Banner hat die Initiative gestartet, um auch mit großen Unternehmen wie Henkel ins Gespräch zu kommen. Denn „wir-fuer-recyclat“ strebt echte Recycling-Kreisläufe und damit echte Nachhaltigkeit an. Dazu zählt für sie ein klares Bekenntnis zur Herkunft des Rohstoff-Materials bei Recyclingverpackungen. Was viele Verbraucher nicht wissen, unter Recycling laufen nicht nur die aus Haushaltsabfall gewonnenen Komponenten aus den gelben Säcken. Auch Kunststoffabfälle aus der Industrie werden als „recycelt“ bezeichnet, obwohl dies keinerlei Rückführung bzw. stoffliche Verwertung nach der Gebrauchsphase bedeutet, sondern lediglich eine Verringerung der Materialverschwendung während des Produktionsprozesses. Die Kritik ist, dass man gegenüber den Verbrauchern mit Recyclingmaterialien wirbt, ohne sich wirklich die Mühe zu machen, den Plastikabfall der Verbraucher aufzubereiten. Die Initiative kritisiert dies als „Mogelpackungen“, da sie den umweltbewussten Verbraucher in die Irre führten und das Konzept einer echten Kreislaufwirtschaft konterkarierten.

Infobox

Weitere Informationen zur Initiative unter www.Wir-fuer-Recyclat.de. Zur Recyclat-Initiative gehören:

> Der Grüne Punkt, das Sammelsystem (Gelber Sack) zur haushaltsnahen Erfassung von Verkaufsverpackungen, mit Sortierung und erster Weiterverarbeitung.

> Die Firma Unisensor stellt mittels Hochgeschwindigkeits-Laserspektroskopiedie Feinsortierung für PET-Flakes aus dem Gelben Sack sicher

> Alpla, stellt PET-Flaschen aus dem gewonnenen Material her: Mit einer hohen Qualität und einem Anteil von bis zu 40 % Recyclat aus dem Gelben Sack

> Die Marke Frosch gehört zur Firma Werner & Mertz und ist Initiator, Treiber, Abfüller und Umsetzer der Innovation. Sie haben Recyclat -Verpackungen mit bislang 20 % Recyclat aus dem Gelben Sack in den Markt eingeführt

> Die Rewe Group ist die Schnittstelle zum Konsumenten, unterstützt und sensibilisiert den Verbraucher für das Thema Nachhaltigkeit bei den Verpackungen

> Der Naturschutzbund (Nabu) begleitet und unterstützt die Entwicklung mit kritischem Sachverstand.

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