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Die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf sieht die Baubranche am Anschlag. Das führt zu steigenden Baupreisen und zu steigenden Mieten.

Düsseldorfer Konjunktur: IHK-Umfrage zeigt Unternehmen in Top-Laune – trotz Fachkräftemangel

Die Börse hat mit Kursabschlägen von knapp fünf Prozent in den vergangenen Tagen den Rückwärtsgang eingelegt, die Düsseldorfer Wirtschaft nicht. Hier ist das Geschäftsklima noch einmal besser als im ohnehin formidablen Spätsommer 2017. Zu dieser Aussage kommen die Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein aufgrund der aktuellen Konjunkturumfrage bei 750 Unternehmen mit 75.000 Beschäftigten. Dabei bewertete jede zweite Firma ihre Geschäftslage als „gut“. Nur neun Prozent der Unternehmen meldeten eine schlechte Geschäftslage.

Mehr Exporte

Damit sei die aktuelle Lageeinschätzung noch einmal positiver als im Herbst 2017. „Dies liegt insbesondere an der Industrie“, erklärt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Da kann US-Präsident Donald Trump poltern und Strafzölle verordnen und die Briten nach dem „Brexit“ rufen – es beeindruckt den Düsseldorfer Export offenbar nicht. „Die Auslandsnachfrage hat in den vergangenen Monaten wieder an Schwung gewonnen.“ 53 Prozent der exportierenden Industrieunternehmen konnten in den zurückliegenden Monaten mehr Bestellungen aus dem Ausland verzeichnen, nur 18 Prozent erlebten einen Rückgang. „Die Eurozone – die wichtigste Zielregion unserer Exporteure - wuchs im Jahr 2017 sehr robust. Das wird auch für das laufende Jahr erwartet“, erläutert Steinmetz.

Beste Erwartungen für 2018

Das sorgt für gute Laune. Jedes dritte Unternehmen rechnet mit besseren Geschäften im Jahr 2018 als im vergangenen Jahr, nur neun Prozent befürchten einen Rückgang. Im Herbst 2017 gingen nur 26 Prozent der Betriebe von einer Verbesserung, 11 Prozent von einer Verschlechterung aus.

Fachkräftemangel als Gefahr

Gefahr droht allenfalls vom Fachkräftemangel, der mittlerweile für knapp 40 Prozent der Betriebe das meistgenannte Konjunkturrisiko ist. „Die Unternehmen möchten ihre Beschäftigtenzahl merklich erhöhen“, erläutert Steinmetz. „Wenn sie aber keine qualifizierten Mitarbeiter finden, die die neuen Maschinen bedienen können, wird dies ihre Investitionslaune wieder dämpfen.“

Ruf nach einem Gesetz

Die Gegenmittel sind bekannt: Qualifizierung, Flexibilisierung und Integration. Doch anstatt die Unternehmen zu mehr Anstrengungen aufzufordern, zeigt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer die IHK Düsseldorf, auf die Politik: „Ein arbeitsmarktorientiertes Einwanderungsgesetz oder ein neuer Trend zur Berufsausbildung (liegen) in weiter Ferne. Kurzfristig dürfte die angespannte Arbeitsmarktlage deshalb eher zu steigenden Entgelten führen.“

Überhitzung am Bau

Vor allem am Bau mangelt es an Fachkräften. „Vier von fünf Bauunternehmen mit Personalbedarf haben Schwierigkeiten, ihre Stellen zu besetzen“, erklärt Gregor Berghausen. „Deshalb, und weil die Baukapazitäten bereits stark ausgelastet sind, dürfte sich ihre außerordentlich gute Geschäftslage kaum weiter steigern. Vielmehr spüren aktuell sowohl Häuslebauer wie gewerbliche Bauherren deutlich steigende Preise. Dies steigert vor allem in den Ballungsräumen noch zusätzlich Mieten wie Kaufpreise.“

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